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KDE-PIM-Entwicklertreffen in Osnabrück
Schnee-Treiben
von Markus Feilner
Erschienen im Linux-Magazin
2010/03
Synchronisation und Mobility, Marketing und Testumgebungen: Das achte Entwicklertreffen der Kontact- und Akonadi-Programmierer stand ganz im Zeichen der Planungen für die anstehenden KDE-Versionen 4.4 und 4.5. Eine ausgedehnte Schneeballschlacht gab es gratis dazu.
Eiskalt übernahm Sturmtief Daisy Norddeutschland. Nur eine unerschrockene Bande von 20 freien Open-Source- Entwicklern aus ganz Europa ließ sich davon nicht abhalten und versammelte sich im tief verschneiten Niedersachsen (Abbildung 1), um an den Ufern der Hase ihr alljährliches KDE-PIM-Meeting abzuhalten [1].

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Abbildung 1: Aufstellen zum Klassenfoto, bitte! Nach der Schneeballschlacht versammeln sich die KDE-PIM-Entwickler im Hof des Osnabrücker Schlosses.
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Das hat Tradition, das älteste KDE-Contributor-Treffen fand bereits zum achten Mal in den Räumen der Firma Inte- vation [2] in Osnabrück statt, gesponsert von der Kolab- Company [4] und den Qt- Entwicklern von Kdab [3].
Akonadi und Sync
Auch dieses Jahr stand der lange erwartete Dauerbrenner Akonadi [5] auf der von Cornelius Schumacher (Abbildung 2) moderierten Tagesordnung, dazu kamen die für 2010 geplanten Releases der KDE Software Compilation 4.4 und 4.5 und ein Ausblick auf die Version 4.6.

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Abbildung 2: Cornelius Schumacher beim Marketing-Brainstorming.
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Patrik Ohly von Syncevolution ([6], Abbildung 3) stellte sein von Intel im Zuge der Moblin-Initiative [7] gesponsertes Synchronisations-Framework vor, das trotz des verdächtigen Namens nichts mit dem Gnome-Mailer zu tun hat. Kein Wunder, dass der Samstag dann ganz im Zeichen der mobilen Geräte stand, nachdem auch Bernhard Reiter (Intevation) und Volker Krause (Kdab) am Vormittag das von ihren Firmen geplante Engagement in diesem Bereich bekannt gaben.

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Abbildung 3: Patrick Ohly von Intels Open-Source-Projekt Syncevolution stellt das Syncml-Framework vor.
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Evolution Sycnml?
Kurzfristig wichtiger, vor allem für die Anwender, scheint dagegen dem KDE-Framework eine fertige Synchronisationsengine zur Seite zu stellen. Nach der vielfach als unglücklich betrachteten Integrationsgeschichte von Kitchensync, Multisync und Opensync steht KDE 4 derzeit ohne funktionierende Anbindung für die Groupwaredaten mobiler Telefone da, und diese Lücke soll Syncevolution füllen. Aber auch das scheint leichter gesagt als getan, interpretiert doch jeder Handyhersteller den Syncml-Standard auf seine Art.
Das Problem ist bekannt: Syncml-Server-Erfinder Funambol hatte vor einigen Jahren sogar Prämien ausgesetzt für Anwender, die ihr Mobiltelefon erfolgreich zum Sync mit dem Server brachten und die Vorgehensweise als Anleitung bei Funambol einreichten. Trotz der Interpretationsvielfalt gilt Syncml neben Microsofts Active Sync als Standard auf allen modernen Geräten und erschien den Entwicklern als vielversprechende Variante.
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