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Die richtige digitale Infrastruktur für das neue
Unternehmen
Richtig frei
von Markus Feilner
Erschienen im Linux-Magazin
2009/11
Wer sich selbstständig macht, braucht die passende Netzwerklösung. Mit freier Software klappt das vom einfachen Windows-PC bis zur komplett virtualisierten Open-Source-Cloud.
Der eigene Serverpark im Büro scheint out zu sein: In modernen Unternehmen werkeln Mini-PCs und Laptops, die Server stehen beim Provider und die Teams arbeiten übers Web zusammen. Die Smartphones der Mitarbeiter gleichen ihre Daten automatisch mit den Servern ab, und die Asterisk-Telefonanlage leitet die eingehenden Gespräche stets aufs richtige Handy weiter.
All das ist zwar mittlerweile mit Open-Source-Software möglich, doch werden die wenigsten Jungunternehmer gleich mit einem derartigen Edel-Setup loslegen, sondern auf ein Infrastrukturkonzept setzen, das mit der Firma wachsen kann. Da ist es egal, ob das Geschäftsmodell auf Computerdienstleistungen, Hardware oder IT-fremden Geschäften basiert.
Den Desktop fit machen
Viele frisch gestartete Einzelkämpfer erklären anfangs ihren Heim-PC zu dem Rechner, mit dem sie beruflich arbeiten können. Aber mit der Unternehmensgründung gewinnen Backups, Virenschutz, Firewalls und Updatezyklen eine ganz neue Bedeutung. Schließlich ist der Jungunternehmer schlagartig verpflichtet, diverse Unterlagen (Rechnungen, Briefwechsel, ...) bis zu zehn Jahre vorzuhalten [2].
Mein erstes Betriebssystem
Mit den ersten Einnahmen kommt vielleicht die erste Hardware und die Frage nach dem richtigen, besseren Betriebssystem. Klar, der freie Open-Source-Freund setzt auf Linux, aber welche Distribution? Wer es sich leisten kann, greift gleich zu einem Enterprise-Produkt von Red Hat oder Suse und kauft damit Support vom Hersteller.
Der Technik-affine oder sparsame Unternehmer nimmt Community-Distributionen wie Ubuntu oder Open Suse, wohl wissend, dass die Hersteller diese nur wenige Jahre pflegen. Danach heißt es neu installieren oder das Update riskieren. Im Vergleich dazu klingen die versprochenen 5 Jahre Wartungsdauer der Enterprise-Versionen doch deutlich attraktiver. Klar, SLES kostet 600 Euro, Red Hats RHEL sogar noch mehr, aber dafür gibts garantierten Telefonsupport, wenn was hängt. Wer sich nicht aufraffen kann, für ein Enterprise-Produkt zu zahlen, greift zu Centos oder vielleicht bald zu OpenSLES oder Open Suse LTS.
| Whitepaper |
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