Passwortschutz
Das Verfahren funktioniert ähnlich wie der vom Kolumnenkollegen Charly Künast in [3] kürzlich vorgestellte »ttytter«-Client. Das Skript benötigt nur noch die Yaml-Datei ».twitsend« im Homeverzeichnis »/home/mike«. Sie sollte mit den Rechten »0500« angelegt sein, damit sie nur für den Accountbesitzer selbst les- und schreibbar ist. Sie enthält nur die Zeile »password: ****« mit dem Passwort (Abbildung 5). Die im Modul »TwitSend.pm« in Zeile 37 (Listing 2) auskommentierte »identica«-Direktive nordet Skripte übrigens statt auf Twitter auf den freien Klon Identi.ca ein.

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Abbildung 5: Die Konfigurationsdatei für »TwitSend.pm«, die das User-Passwort des verwendeten Twitter-Accounts setzt.
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01 package TwitSend;
02 use strict;
03 use Net::Twitter;
04 use YAML qw(LoadFile);
05 use base qw(Exporter);
06 our @EXPORT_OK = qw(twit);
07
08 ###########################################
09 sub twit {
10 ###########################################
11 my($message) = @_;
12
13 my $opts = {};
14
15 if(ref($message) eq "HASH") {
16 $opts = $message;
17 $message = $opts->{message};
18 }
19
20 if(! defined $message) {
21 die "No message given!";
22 }
23
24 if(length $message > 140) {
25 die "Message needs to be < 140 chars";
26 }
27
28 my $home = $opts->{home};
29
30 ($home) = glob "~" unless defined $home;
31
32 my $yaml = LoadFile( "$home/.twitsend" );
33
34 my $nt = Net::Twitter->new(
35 traits => [qw/API::REST/],
36 ssl => 1,
37 # identica => 1,
38 username => "perlsnapshot",
39 password => $yaml->{password},
40 );
41
42 $nt->update( $message );
43 }
44
45 1;
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Doppelt fällt durch
Zu beachten ist noch, dass Twitter identische Nachrichten stillschweigend ignoriert. Ein Cronjob, der täglich einmal »Backup fertig« aussendet, erzielt also nicht das gewünschte Ergebnis, aber mit einem Datumsstempel versehen wird ein Schuh daraus.
Es wäre außerdem denkbar, verschiedene Prozesse unter mehreren Twitter-Accounts zwitschern zu lassen und diese dann von einem persönlichen Account aus über Twitters Follow-Funktion selektiv zu verfolgen. Aus dem Urlaub zurückgekehrt führt dann ein »unfollow« auf der Twitter-Webseite wieder zur Entkopplung der gezwitscherten Logs vom restlichen Nachrichtenstrom der leibhaftigen Freunde.
Das über Net::Twitter ansprechbare API bietet außerdem noch eine Reihe weiterer Funktionen. So ist es mit ihm ohne Weiteres möglich, Tweets zu löschen, administrative Funktionen wie »follow()« und »unfollow()« oder »block()« auszuführen, private Nachrichten zu senden, den öffentlichen Nachrichtenstrom anzuzapfen und noch vieles mehr. Twitter beschränkt die Anzahl der Zugriffe dabei auf 100 pro Stunde - was in aller Regel aber wohl ausreichen sollte - und verfolgt die Aktivitäten sowohl per IP als auch per Account.
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