Professioneller Schnickschnack
Der Parameter »size« setzt die Ausmaße des Diagramms, 700 mal 400 Pixel ist ziemlich das Maximum, bei größeren Dimensionen schickt Google einen Bad Request zurück. Der Titel des Diagramms, den es am oberen Rand darstellt, setzt die Option »title« in Zeile 29.
Damit der Diagrammhintergrund nicht weiß bleibt, sondern einen professionell angehauchten Übergang von Weiß nach Olivgrün zeigt, setzt die Option »fill« in Zeile 33 ihn auf »LinearGradient«. Wie auf [4] unter der Colors-Rubrik nachzulesen, verlangt dieses Verfahren den Wert »c« für das Füllen des Chartbereichs und nimmt in »color1« und »color2« zwei hexkodierte RGB-Farben entgegen. Hat der jeweilige »offset« den Wert 0, ist die zugehörige Farbe am linken Diagrammrand pur und am rechten Rand ausgewaschen. Der Wert 1 hingegen bestimmt einen Farbübergang von rechts nach links. Die Werte in den Zeilen 36 bis 41 geben also an, dass der Diagrammhintergrund von links nach rechts von Weiß auf ein sattes Olivgrün umschwenkt. Ein Winkel von 45 Grad bestimmt, dass sich der Übergang diagonal von links unten nach rechts oben vollzieht.
Das Stützliniengitter im Diagramm zeichnet die Option »grid«, die den dargestellten Zeitraum von etwa 36 Stunden in x-Richtung in drei Teile à 33 von 100 Normpunkten teilt. In y-Richtung markieren waagerechte Gitterlinien jeweils einen Abstand von 20 Punkten. Die Beschriftung der Diagrammachsen bestimmt die Option »axis« in Zeile 50. Die x-Achse erhält die Stundenwerte von 1 bis 36 in gleichen Abständen zugeordnet, die y-Achse die Werte 0 bis 100 in 25er Schritten. Zu beachten ist, dass diese Beschriftungen völlig unabhängig von den eingezeichneten Datensätzen sind, die ja in beiden Richtungen zwischen 0 bis 100 normiert sind.
Die Linienfarben der beiden Datensätze setzt die Option »color« in Zeile 59 in der Reihenfolge der eingespeisten Daten. »E6E9FD« ist ein ganz leichtes Blau, während »4D89F9« ein satteres Himmelblau darstellt. Damit der Betrachter die beiden Linien auch den Datensätzen zuordnen kann, bestimmt »legend« in Zeile 61, dass am rechten Rand des Diagramms zusammen mit einem zur Linie passenden Farbquadrat der Name der zugehörigen Messreihe erscheint.
Luft lassen
Damit das Diagrammbild die Achsen nicht direkt an den Rand des Bildes knallt, bestimmt die Option »margin« in Zeile 63 jeweils einen Rand von 50 Pixeln in allen Richtungen. Die letzten beiden Parameter mit einem Wert von jeweils 100 legen den Abstand der Legende in x-Richtung vom rechten Bildrand und in y-Richtung vom automatisch gewählten Darstellungspunkt nach oben fest.
Wer nicht nur die aus den Messpunkten konstruierte Diagrammlinie sehen möchte, sondern auch noch die einzelnen Messpunkte als Kreuzchen, setzt, wie in Zeile 65 gezeigt, die Option »marker«. Die ersten beiden Elemente des »markerset« bestimmen die Kreuzchen des ersten und des zweiten Datensatzes, den sie jeweils mit »dataset => 0« und »dataset => 1« festlegen. Ist »datapoint« auf -1 gesetzt, zeichnet der Chartservice jeden Messpunkt ein, der Benutzer kann aber auch eine Auswahl festlegen. Marker mit der Priorität 1 zeichnet »graph-discharge« zuletzt und stellt so sicher, dass die Linien am Ende nicht etwa die kleinen Kreuzchen verdecken.
Entsprechen die gezeichneten Diagrammlinien nicht den ästhetischen Bedürfnissen des Betrachters, der vielleicht dickere Linien wünscht, geht auch dies (etwas kontra-intuitiv) mit »marker«. Statt eines Kreuzchens mit »x« als »marker_type« bestimmt ein Eintrag mit dem Typ »D« Linieneigenschaften wie Dicke oder Farbe. Wer also die Diagrammlinien einfach verdicken möchte, legt die gleiche Farbe wie vorher mit der »color«-Option in Zeile 59 fest und bestimmt eine Markerdicke von 4. Die Priorität -1 stellt sicher, dass die Linien sich nicht mit den Kreuzchen ins Gehege kommen und immer unter letzteren bleiben.
Die schließlich in Zeile 98 aufgerufene Methode »render_to_file()« stellt die URL nach Abbildung 4 zusammen, schickt sie an Google, und nach etwa einer Sekunde kommt das fertige Bild zurück, das die Methode gleich unter dem angegebenen Dateinamen auf der Festplatte im PNG- Format ablegt.
Das Modul Google::Chart ist beim CPAN erhältlich und benötigt das postmoderne Objektsystem »Moose«, das einen ganzen Rattenschwanz an Abhängigkeiten hinterherschleift, also ist eine CPAN-Shell oder der Package-Manager der Distribution hilfreich.
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