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Virtuelles Gegenstück

Die virtuelle Maschine von Quicktransit fällt komplexer aus als Qemu. Damit die virtuelle Maschine unter Linux die Sparc-CPU bereitstellen kann, muss innerhalb des Solaris-Systems ein minimales Runtime-Modul laufen. Nötig ist dies, weil innerhalb der über die Architekturgrenzen hinweg virtualisierten Maschine auch Zustände wie der Registerstatus der emulierten CPU oder die Page-Tabelle zu verwalten sind. Die CPU in der virtuellen Maschine ist eben nicht mit der Wirts-CPU identisch, sondern unterscheidet sich hinsichtlich der Register und des Memory-Mapping. Quicktransit muss also die Semantik der Sparc-MMU auf Page-Tables des Intel-Prozessors abbilden.

Zur Verbesserung der Performance kann die emulierte Maschine auch Paravirtualisierung einsetzen. Quicktransit fängt dann die Hypervisor-Traps auf. Dabei handelt es sich um spezielle Anpassungen im Kernel des Gastsystems für die Paravirtualisierung.

Nutzwert

Wer sich an die Zeit erinnert, als bei der freien Virtualisierungslösung Qemu das Kernelmodul »kqemu« noch nicht existierte, hat einen groben Eindruck von den Geschwindigkeitseinbußen bei nicht direkt an die Wirts-CPU weitergereichten Maschinenbefehlen. Quicktransit ist daher keine Breitenlösung für gewöhnliche Virtualisierungs-Szenarien, sondern nur in speziellen Anwendungsfällen nützlich. Die Transitive-Webseite nennt hier den schnellen Umzug noch gebrauchter Solaris-Anwendungen von veralteter Risc-Hardware auf x86-Linux-Server. Oft sind Performance-Einbußen hier sekundär.

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