Cebit-Führer 2008
Wo laufen Sie denn?
von Anika Kehrer, Mathias Huber, Nils Magnus
Erschienen im Linux-Magazin
2008/04
Ob Messe-Fan oder -Muffel: Das Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation (Cebit) macht Jahr für Jahr von sich reden, diesmal vom 4. bis 9. März. Für Hingeher und Verweigerer hier ein kleiner Rundgang an den interessantesten Themen der Cebit 2008 entlang.

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Abbildung 1: Green IT goes Cebit. Links: Beim Null-Watt-Monitor von Fujitsu Siemens trennt ein Schalter im Netzteil das Display im Standby-Betrieb vom Stromnetz. Mitte: Suns Projekt Blackbox ist ein komplettes, solarbetriebenes Rechenzentrum mit Notstromaggregat auf 6 mal 2,5 mal 2,5 Metern. Rechts: Der Mini-PC von Transtec misst 22,6 mal 17,2 mal 4,2 Zentimeter und soll nur 25 Watt verbrauchen.
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Der Linuxpark auf der Cebit (Halle 5) geht ins siebte Jahr. Auf 800 Quadratmetern Fläche stellen die Deutsche Messe und die Linux New Media AG Projekten Platz bereit. Debian und Gnome sind anzutreffen, Ubuntu, KDE und Scribus, der Zope e.V. und Amarok. Das OLPC-Projekt zeigt den 100-Dollar-Laptop.
2008 beherbergt der Linuxpark 200 mehr internationale Gäste als in den Jahren zuvor, beispielsweise die Firma Open Bravo aus Spanien, die im Januar beim Open Source Business Award den zweiten Platz belegte. Zwei Unternehmen sind aus den USA, die Linpus Technology Corporation aus Taiwan angereist.
Distributionen
Während Novell zusammen mit 35 Partnern, darunter auch Microsoft, gut sichtbar vertreten ist, setzt Red Hat auf die hauseigene Partnerveranstaltung "Red Hat EMEA Partner Summit" und bleibt der Cebit fern. Ubuntu und Xandros sind dagegen im Linuxpark zu finden.
Es grünt so grün
Dem grünen Trend widmet die Cebit viel Aufmerksamkeit. Die Climate Savers Computing Initiative (CSCI, [1]) ist mit der Cebit eine strategische Partnerschaft eingegangen. Mit dem Ziel, den Stromverbrauch zu reduzieren, schlossen sich zum Beispiel Dell, Google, HP, Intel und andere mit dem World Wildlife Fund zur CSCI zusammen. Die Initiative stellt im "Green IT Village" aus.
Für das Village (Halle 9) hat sich der Branchenverband Bitkom etwas einfallen lassen: Er misst für die Dauer der Messe den Stromverbrauch von zwei Büroinstallationen. In einem Büro laufen aktuelle Rechner, im anderen zum Vergleich Geräte auf dem Stand von vor fünf Jahren. Im grünen Dorf stellt auch Fujitsu Siemens den Prototyp seines so genannten Null-Watt-Monitors aus (Abbildung 1). In dessen Netzteil befindet sich ein Schalter, den der Rechner beim Herunterfahren selbst auslöst und damit den Monitor komplett vom Netz trennt.
| Whitepaper |
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