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© jlokij, photocase.com

Wiki-Software im Test

Der Inhalt zählt

von Peter Kreußel
Erschienen im Linux-Magazin 2008/04

Wikis lassen sich schnell und von überall aus mit Inhalt füllen. Die verbreitetste Lösung - Mediawiki - ist ausgereift, aber auf ein bestimmtes Szenario hin optimiert. Twiki und Wiki on a Stick sind vielversprechende Alternativen für den Unternehmenseinsatz und als persönlicher Notizblock.

User-generated Content ist eines der Schlagwörter des Web 2.0. Dahinter verbergen sich Video- oder Fotoportale wie zum Beispiel Youtube und Flickr, unzählige Blogs und last but not least Wikis wie die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia oder das Meatball-Wiki. Der Gedanke, der hinter öffentlich editierbaren Wikis steckt, ist, dass sich eine hohe Produktivität einstellt, wenn jeder Leser auch gleichzeitig Schreibzugriff hat. Das Prinzip der gegenseitigen Kontrolle vieler Benutzer (Peer Review) soll dafür sorgen, dass sich gleichzeitig der qualitativ beste Inhalt durchsetzt.

Schnell, schnell

Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass das Wiki-Prinzip funktioniert, verrät schon der Name: Wiki ist das hawaiianische Word für "schnell". Angeblich soll den Entwickler der ersten Wiki-Software, Ward Cunningham [1], die mit "Wiki Wiki" überschriebene Hinweistafel zum Shuttle-Bus am Flughafen Honolulu auf den Namen für seine Software gebracht haben. Wikis werden diesem Anspruch gerecht, indem sie HTML-Seiten eine Bearbeiten-Funktion hinzufügen.

Mediawiki

Mediawiki ist dank seines Einsatzes bei Wikipedia (Abbildung 1) die wohl bekannteste und am besten getestete Wiki-Software. Zwar listet Secunia seit der Entstehung von Mediawiki einige Sicherheitslücken [2], doch im Vergleich mit umfangreichen Contentmanagement-Systemen oder Blogservern wie Wordpress hält sich ihre Zahl in Grenzen. Sicherheitsupdates erschienen bisher meist alle zwei bis drei Monate.


Abbildung 1: Praxistauglich und im Dauereinsatz bewährt: Mediawiki ist stabil und gut zu bedienen, aber nicht auf den Unternehmenseinsatz zugeschnitten.

Mit Mediawiki erstellte Seiten bieten etwa denselben Gestaltungsspielraum, den die Schöpfer von HTML in der Urzeit des Internets anvisierten: hierarchisch geordnete Überschriften in sechs Ebenen, kursiven und fetten Text sowie Grafiken, die sich links- oder rechtsbündig anordnen lassen. Auf Wunsch erzeugt die Software eine verkleinerte Vorschau. Auch nummerierte und nicht nummerierte Listen beherrscht der Editor. Außerdem kennt er Fußnoten.

Mediawiki verwaltet Bild- und Sounddateien. Die Software ist jedoch kein Document Management System, hochgeladene Dateien lassen sich nicht verschlagworten oder unterschiedlichen Kategorien zuweisen.

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Kommentare (1)
von
hubionmac,
13.08.2008 01:18
Etwas dünner Artikel
Der Titel versprach einen etwas tieferen Einblick in das Wiki-Thema, nur scheint es ehr ein Lückefüller zu sein.
Bezahl-Wikis pbwiki z.B. oder wikis wie DokuWiki wurde gar nicht erst angesprochen.
Alles in allem ist die Wikipedia-Seite zu Wiki-Software mindestens genau so informativ, und deutlich umfassender... schade, 99cent verschenkt