Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  Heft & Abo  »  Heftarchiv  »  2008  »  03  »  Startfreigabe  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

© Christian Hänsel/pixelio.de

Was Nagios 3 Neues bringt

Startfreigabe

von Ethan Galstad
Erschienen im Linux-Magazin 2008/03

Seit Mitte Dezember letzten Jahres ist der erste Release Candidate verfügbar, nun steht die stabile Version Nagios 3.0 unmittelbar vor der Veröffentlichung. Ihr Chefentwickler, Nagios-Erfinder Ethan Galstad, schildert in diesem Beitrag, welche Neuerungen auf die Admins warten.

Nagios 3 bietet in Sachen Performance und Flexibilität die bisher größten Fortschritte in der neunjährigen Nagios-Geschichte [1]. Ich bin überzeugt, dass jeder, der heute mit Nagios 2 oder einer früheren Version arbeitet, davon profitiert. Die Installation geht nun noch leichter von der Hand und es lassen sich noch größere Umgebungen überwachen.

Neuerungen für Plugins

Die Plugin-Schnittstelle in Nagios 3 bietet endlich eines der Features, das die Anwender in den letzten Jahren am häufigsten verlangten: mehrzeilige Ausgaben für Plugins, die damit mehr Status-informationen oder Performancedaten zurückgeben können. Diese Änderung haben die Entwickler so implementiert, dass die Kompatibilität mit älteren Plugins gewahrt bleibt.

Gelockert haben sie auch die Beschränkungen für die Datenmenge, die ein Plugin insgesamt liefern darf. Nagios 3 akzeptiert nun bis zu 4 KByte Daten, bevor es den Output beschneidet, um sich vor Überflutung zu schützen.

Weitere Neuerungen betreffen den optional eingebetteten Perl-Interpreter. In der Vergangenheit integrierten einige Distributoren diesen Interpreter per Default in ihre Nagios-Pakete. Das führte zu Problemen, weil zum einen nicht alle Plugins mit ihm laufen und zum anderen der Interpreter selbst häufig Memory Leaks verursachte. Um dieses Problem zu lösen, braucht der Admin nun nicht mehr länger Nagios aus den Quellen selbst zu kompilieren, sondern er kann den Interpreter mit einer Konfigurationsoption abschalten.

Außerdem lassen sich Plugins, die mit dem eingebauten Perl nicht zurechtkommen, nun mit einer Direktive versehen, die bestimmt, dass ein externes Perl sie ausführt. Das ist besonders dann nützlich, wenn der Anwender nur ausnahmsweise auf einen externen Interpreter ausweichen will, in allen andren Fällen aber die höhere Performance der eingebauten Version vorzieht.

Benutzer-Variable

Mit Nagios 3 erhält der Anwender die Möglichkeit, eigene Variablen in Host-,Service- und Kontakt-Definitionen zu verwenden. Diese benutzerdefinierten Variablen speichern zusätzliche Informationen, die zum Beispiel bei der Zusammenarbeit von Nagios mit anderen Applikationen - etwa Trouble-Ticket-Systemen - nützlich sind. Auf die Werte der Variablen greifen Makros zu, sodass sie in eigenen Kommandos für Checks, Benachrichtigung oder Ereignis-Behandlung verwendbar sind. Ein Beispiel könnte so aussehen:

define host{
 host_name      linux-server
 ; Custom MAC_ADDRESS variable;
 _mac_address   00:06:5B:A6:AD:AA
 ; Custom INVENTORY_ID variable:
 _inventory_id  A03569J
 ; Custom LOCATION variable:
 _location      Room 451, Lessig Hall
 ...
}

Obwohl Nagios selbst die besonderen Variablen nicht nutzt, gibt es sie an externe Applikationen weiter. Ein Benachrichtigungs-Skript wäre so etwa in der Lage, den Admin darüber zu informieren, wo der ausgefallene Server steht.

Sie können diesen Artikel als PDF für 99 Cent kaufen. Klicken Sie dazu einfach auf eine der beiden Bezahloptionen Paypal oder ClickandBuy.


Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Alles im Blick Leistungsstarke Logfile-Auswertung mit Nagios
Die Tickets, bitte! OTRS für Produktivsysteme selbst anpassen
Zauberlehrling Automatische Bildbearbeitung mit Imagemagick
Geballter Durchblick Die Open Monitoring Distribution macht Nagios einfacher
Gesundheitscheck Datenbanküberwachung mit dem MySQL Monitoring and Advisory Service
Schlüsseldienst Perl-Skript öffnet Bezahl-WLANs
Whitepaper
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele

Über die letzten Jahre hinweg haben sich Open Source Lösungen als fester Bestandteil des gesamten Datenintegrationsmarktes etabliert. Viele Unternehmen haben bereits das Open Source Modell für Ihre Datenintegrationsprojekte aufgegriffen. Das vorliegende White Paper illustriert anhand ausgewählter Fallstudien und Anwendungsbeispiele die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
The Role of Open Source in Data Integration

Obwohl in den letzten Jahren viele technische Fortschritte erzielt werden konnten, verfügen die meisten Datenintegrationsprozesse nach wie vor nur über eine sehr begrenzte Automatisierung. Das vorliegende White Paper von dem Industry Analyst Mark Madson wird zunächst ein grundlegendes Verständnis von Daten Integration vermitteln, die Vorzüge von Open Source Lösungen für Daten Integration erläutern und Ihnen professionelle Empfehlungen geben, damit Sie Ihre Integrationsjobs noch einfacher und produktiver gestalten können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)