Open Source im professionellen Einsatz
Newsletter abonnieren
HEFTARCHIV | NEWS | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO

Partner-Links:
Shopping
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 7000 Shops,
2.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Gutscheine und Liveshopping.

Firewall bei Mercateo kaufen.

Ein Preisvergleich bei Hardware lohnt sich.

Bei inkpool.de Laserdrucker und mehr bestellen.

Sie suchen günstige Laptops? Schauen Sie doch mal bei Preisvergleich.org, Preisvergleich.eu, Preisvergleich.ch und Preisvergleich.at vorbei.

Linux Jobs

Job offers Netherlands


user friendly

  Home  »  Heft & Abo  »  Heftarchiv  »  2008  »  02  »  Netzwerk aus der Kiste  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online
Diesen Artikel drucken Diesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren

Brücken bauen

Linux kennt bereits von Haus aus virtuelle Netzwerkadapter in Form der so genannten TAP-Schnittstellen, auch Virtualbox nutzt diese Variante. Einzige Voraussetzung hierfür ist der freie Zugriff auf die Gerätedatei »/dev/net/tun«, der von Virtualbox eingesetzte Benutzer braucht dafür die entsprechenden Zugriffsrechte. Dann bedarf es noch einer Bridge-Software, etwa der aus dem Paket »bridge-utils«, sowie des Kommandozeilen-Programms »tunctl«. Letzteres versteckt sich bei Open Suse in den »uml-utilities«.

Im Zusammenspiel mit Virtualbox gibt es fürs Bridging zwei mögliche Vorgehensweisen:

  • Der Admin richtet eine permanente Schnittstelle ein, mit der
    sich eine virtuelle Maschine nach dem Start verbindet. Dieser Weg
    ist der richtige, wenn stets eine feste Anzahl von Gästen auf
    ihren Einsatz wartet.
  • Oder er lässt die virtuelle Maschine selbstständig
    bei ihrem Start eine dynamische Schnittstelle erstellen. Diese
    Variante ist zwar wesentlich flexibler, benötigt jedoch jedes
    Mal das Administratorpasswort.

Permanente oder dynamische Schnittstelle

Für eine permanente Schnittstelle benötigt der Admin eine regelrechte Befehlsorgie. Zunächst richtet er die Bridge ein und verbindet sie mit »eth0«:

brctl addbr br0
ifconfig eth0 0.0.0.0
brctl addif br0 eth0

Im zweiten Schritt aktualisiert er die IP-Adressen. Falls ein DHCP-Server diese vergibt, genügt ein »dhclient br0«, andernfalls setzt er die Adresse manuell mit »ifconfig br0 IP-Adresse«.

Für jede simulierte Netzwerkkarte im Gast ist jetzt noch eine virtuelle Schnittstelle auf dem Host erforderlich, die »VBoxAddIF vbox0 User br0« mit der Bridge verbindet. Das kleine Hilfsskript »VBoxAddIF« erstellt dabei eine TAP-Schnittstelle unter dem Namen »vbox0«, auf die der Benutzer »User« Zugriff erhält. »VBoxAddIF« liegt dem Virtualbox-Paket standardmäßig bei, versteckt sich im ausgepackten Quellcode jedoch etwas ungünstig im Ordner »src/VBox/Installer/linux«.

Abschließend muss Root nur noch die simulierte Karte im Gast mit der TAP-Schnittstelle verbinden. Dazu trägt er ihren Namen in der Konfigurationsoberfläche hinter »Name des Interfaces« ein. Die beiden Zeilen für die Skripte bleiben in diesem Fall leer. Um die Schnittstelle nach Gebrauch wieder freizugeben, hilft »VBoxDeleteIF vbox0« auf der Kommandozeile. Dieses Tool fehlt übrigens der Open-Source-Variante.

Für die zweite Methode benötigt der Admin zwei Skripte. Eins erstellt die TAP-Schnittstelle und verbindet sie mit der Bridge, das andere deaktiviert sie wieder. Listing 1 zeigt in Anlehnung an das Handbuch ein Beispielskript für die Aktivierung einer TAP-Schnittstelle, detailliertere Informationen dazu bietet das Virtualbox-Manual [3].

Listing 1: Aktivieren einer
TAP-Schnittstelle

01 #!/bin/bash
02 # TAP Schnittstelle für den Benutzer klaus erstellen:
03 interface=`VBoxTunctl -b -u klaus`
04 # Die Schnittstelle erschaffen:
05 ifconfig $interface up
06 # Mit der Bridge verbinden:
07 brctl addif br0 $interface

Das Hilfsprogramm »VBoxTuntl« liegt Virtualbox bei. Dahinter verbirgt sich im Wesentlichen nichts anderes als das bekannte »tunctl«. Das Startskript macht der Admin ausführbar und trägt es in der Virtualbox-Konfigurationsoberfläche unter »Programm zum Einrichten« mit einer Sudo-Kombination wie »gtksudo Startskript« ein (Abbildung 5). Wenn keine grafische Oberfläche zur Verfügung steht, hilft:

VBoxManage modifyvm "NamederVM" -tapsetup1 "gtksudo Startskript"

Listing 2 zeigt das entsprechende Skript zum Ausschalten der TAP-Schnittstelle. Auch hier trägt der Admin den Pfad zum ausführbaren Skript in Virtualbox ins passende Eingabefeld ein, am besten zusammen mit einem Sudo-Aufruf in »Programm zum Entfernen«. Alternativ dient auch hier »VBoxManage«, diesmal aber mit der Option »-tapterminate1«

Sobald die virtuelle Maschine startet, ruft sie das Aktivierungs-Skript für das Erstellen einer TAP-Schnittstelle auf und fragt via »gtksudo« das Root-Passwort ab. Analog löst das zweite Skript die TAP-Schnittstelle beim Herunterfahren des Gastes wieder auf.


Abbildung 5: Bei der von Virtualbox »Hostinterface« genannten Bridging-Variante stehen zwei Eingabefelder für Start und Stopp des virtuellen Interface zur Verfügung. Hier leisten eigene Skripte gute Dienste.

Listing 2: Deaktivieren einer
TAP-Schnittstelle

01 #!/bin/bash
02 # Schnittstelle (deren Name steht in $2) von der Bridge abkoppeln:
03 brctl delif br0 $2
04 # Und Schnittstelle entfernen
05 VBoxTunctl -d $2
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Diese Seite zu Mister Wong hinzuf�gen Webnews yigg it! Slashdot it! Twittern!
Ähnliche Artikel
Abschirmdienst MSM-VPN-Appliance: Virtuelle private Netze mit IPsec, PKI und Smartcards
Aufmerksamer Wächter Authentifizierung an der Firewall dank Netfilter-Modul
Nachzügler aus Redmond Windows Server 2008 mit Linux-Features
Harmonische Sammlung Collax Security Gateway: Firewall mit vielen UTM-Funktionen
Wehrhafte Mediziner Große VPNs einfach verwalten mit OpenVPN und Skripten
Tunnelbaustelle Praxistest: Mit Kvpnc mehrere VPNs grafisch verwalten
Whitepaper
The Role of Open Source in Data Integration

Obwohl in den letzten Jahren viele technische Fortschritte erzielt werden konnten, verfügen die meisten Datenintegrationsprozesse nach wie vor nur über eine sehr begrenzte Automatisierung. Das vorliegende White Paper von dem Industry Analyst Mark Madson wird zunächst ein grundlegendes Verständnis von Daten Integration vermitteln, die Vorzüge von Open Source Lösungen für Daten Integration erläutern und Ihnen professionelle Empfehlungen geben, damit Sie Ihre Integrationsjobs noch einfacher und produktiver gestalten können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele (Folge 2)

Der zweite Teil des Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele White Papers beleuchtet anhand weiterer ausgewählter Case Studies die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)
 

Impressum |Datenschutzerklärung | © 2010Linux New Media AG
Partner-Sites
Deutschland: [Admin-Magazin] [LinuxUser] [EasyLinux] [Linux-Community] [Linux Technical Review] [Ubuntu User]
Europa: [EasyLinux Polen] [Linux Magazine Polen] [Linux Magazine Spanien]
International: [Linux Magazine International] [Linux Pro Magazine] [Ubuntu User] [Linux Magazine Brasilien] [EasyLinux Brasilien]