Vier gewinnt
Nach der Installation markiert der Benutzer im GUI die virtuelle Maschine, deren Netzwerkeinstellungen er konfigurieren möchte, und wählt Optionen aus dem Menü »Maschine | Ändern«. Auf der linken Seite führt dann der Eintrag »Netzwerk« zu den Einstellungen (Abbildung 1). Für jede virtuelle Maschine stehen bis zu vier virtuelle Netzwerkkarten bereit, »Adapter 0« bis »Adapter 3«. Standardmäßig erhält jede aber erst einmal nur eine NIC, für alle weiteren braucht\'s ein paar Klicks auf den entsprechenden Registerkarten.

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Abbildung 1: Die Einstellungen der virtuellen Netzwerkkarten. Standardmäßig ist der NAT-Modus aktiv. Benutzer generieren hier eigene MAC-Adressen, und für schnelle Tests lässt sich sogar das virtuelle Netzwerkkabel ziehen.
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Mit dem Schalter »Netzwerkkabel angeschlossen« zieht der Admin den virtuellen Netzwerk-Stecker. Dabei erscheint die Karte weiterhin als in der virtuellen Maschine eingebaut, lediglich die Verbindung zur Außenwelt ist unterbrochen, so als hätte das Putzpersonal mal eben das Netzwerkkabel aus der Schachtel herausgezogen. Das eignet sich gut für Tests oder Re-Initialisierungen bei Hotplug-fähigen Gästen.
Jede der vier Netzwerkkarten läuft in einem von drei möglichen Betriebsmodi, der im Listenfeld »Angeschlossen an« festgelegt ist. Er bestimmt, mit wem die virtuelle Netzwerkkarte kommuniziert und welche anderen Computer sie sieht. Zur Auswahl stehen:
- Internes Netzwerk
- Network Adress Translation (NAT)
- Hostinterface-Modus
Internes Netzwerk
Für die Netzwerkkarten simuliert Virtualbox auf Wunsch ein komplettes internes LAN. In diesem virtuellen Netz dürfen beliebig viele virtuelle Maschinen hängen, sie bleiben dort vollständig unter sich: Weder kommt der Host hinein, noch erreichen die angeschlossenen Gastsysteme einen Computer außerhalb ihres internen Netzes (Abbildung 2).

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Abbildung 2: Ein internes Netz bleibt ausschließlich den virtuellen Maschinen vorbehalten, wie in einer Sandbox sind sie vor dem Internet geschützt. Online-Updates sind damit aber auch nicht möglich.
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Auf den ersten Blick erscheint das interne Netz damit von recht eingeschränktem Nutzen. Für seinen Einsatz sprechen aber sogar mehrere gute Gründe: Da das virtuelle LAN vollständig von der Außenwelt abgeschottet ist, bleibt es ungestört. Ideale Bedingungen für Tests oder Fehlersuche also.
In den anderen beiden Betriebsmodi fließen die gesendeten Daten zwangsweise immer auch über das Netzwerkinterface des Hosts. Wenn zwei virtuelle Maschinen Daten austauschen, dann bringt dieser Umweg fast immer auch Geschwindigkeitseinbußen oder Sicherheitsprobleme mit sich. Wer eine virtuelle Netzwerkkarte mit dem internen LAN verbinden will, wählt dementsprechend in der grafischen Oberfläche »Internes Netzwerk« unter »Angeschlossen an«.
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