Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  Heft & Abo  »  Heftarchiv  »  2008  »  02  »  Netzwerk aus der Kiste  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

Remote Desktop

Damit nicht genug: Die kommerzielle Virtualbox-Variante leitet auf Wunsch sämtliche Bildschirmausgaben über das Remote Desktop Protocol (RDP) auf einen anderen Computer um. Von dort aus können Benutzer übers Netzwerk direkt auf den Desktop der virtuellen Maschinen zugreifen, egal welche Netzwerkkonfiguration darin vorliegt. Damit eignet sich Virtualbox auch für Server ohne grafische Oberfläche.

Um diese Remote Display getaufte Funktion zu aktivieren, legt der Admin im GUI zunächst die Portnummer fest, unter der Virtualbox diesen Service auf dem Host bereitstellt. Damit nicht beliebige Personen den Desktop der virtuellen Maschine zu sehen bekommen, sollte er auch eine Authentifikationsmethode vorgeben.

Mit »External« muss sich der Benutzer am Host mit der dort geltenden Methode anmelden, »Guest« bedeutet hingegen eine Anmeldung beim Gastsystem. »Null« schaltet den Authentifizierungszwang komplett ab.

Nachdem er die neuen Einstellungen zum Schluss noch gespeichert hat, startet Root die virtuelle Maschine auf der Kommandozeile mit »VBoxVRDP -startvm« neu. Dann holen sich Benutzer mit »rdesktop« oder jedem anderen RDP-Client die virtuelle Maschine auf den Arbeitsplatz.

Schwierig, stabil und flott

Alle drei von Virtualbox angebotenen Verbindungsarten fürs Networking der virtuellen Maschinen haben Vor- und Nachteile, eine stets optimale Lösung gibt es nicht. Wer aus einer virtuellen Maschine nur schnell ins Internet möchte, greift zum NAT-Betrieb, muss dann aber auf den Remote-Zugriff verzichten. Für einen eingesperrten Serverdienst kommt hingegen nur das umständlich zu konfigurierende Hostinterface mit den Bridging-Tools in Frage.

Weil die grafische Benutzeroberfläche derzeit noch keine Unterstützung dafür bietet, bleibt nur der Wunsch an Innotek, rasch alle Netzwerkeinstellungen im GUI zugänglich zu machen. Tröstlich: Auch die Konkurrenz glänzt da nicht gerade. Bei Xen ist das ähnlich kompliziert und in VMware gibt\'s auch nur ein Befehlszeilen-Tool namens »vmware-config.pl« für virtuelle Netzwerke. Das kann dann allerdings mit wenigen Fragen mehrere NAT-, Host-only- und Bridged-Mode-Netzwerke einrichten.

Aber die Hoffnung ist da, denn Gerüchten zufolge arbeitet Innotek verstärkt an der Netzwerk-Konfiguration. Bis dahin lohnt sich die Mühe: Einmal eingerichtet läuft die Schachtel mit den virtuellen Systemen sehr flott und stabil. (mfe)

Infos

[1] Virtualbox Homepage: [http://www.virtualbox.org]

[2] Open Source Edition: [http://www.virtualbox.org/download/1.5.2/VirtualBox-1.5.2_OSE.tar.bz2]

[3] Benutzerhandbuch: [http://www.virtualbox.org/wiki/End-user_documentation]

Der Autor

Tim Schürmann ist selbstständiger Diplom-Informatiker und derzeit hauptsächlich als freier Autor unterwegs. Zu seinen Büchern gesellen sich zahlreiche Artikel, die in Zeitschriften und auf Internetseiten in mehreren Ländern veröffentlicht wurden.

Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Keine Magie Open VPN mit Aladdins E-Tokens in großen Umgebungen
Abschirmdienst MSM-VPN-Appliance: Virtuelle private Netze mit IPsec, PKI und Smartcards
Aufmerksamer Wächter Authentifizierung an der Firewall dank Netfilter-Modul
Nachzügler aus Redmond Windows Server 2008 mit Linux-Features
Lockstoff Honeybox-Appliance von Secxtreme im Test
Bunte Vielfalt Die Firewall Cyberoam authentifiziert Benutzer und überwacht das Messaging
Whitepaper
Usage Landscape Enterprise Open Source Data Integration

Die Nachfrage nach Datenintegrationslösungen für Unternehmen ist zunehmend gestiegen und vor allem das Interesse an Open Source Technologien wird immer größer. Doch wie und von wem werden Open Source Datenintegrationslösungen genutzt und welches Nutzungsverhalten lässt sich daraus ableiten? Das vorliegende White Paper präsentiert die Erfahrungswerte von über 1000 Open Source Nutzern und liefert fundierte Antworten auf diese Fragen.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Daten Migration - Eine Publikation von Bloor Research

Datenmigrationsprojekte überschreiten häufig das Budget, neigen zu Verzögerung und werden unter Umständen komplett abgebrochen. Bloor Research ist eines der weltweit führenden IT-Forschungs-, Analyse- und Beratungsunternehmen und wird in dem vorliegenden White Paper die wichtigsten Aspekte dieser Problematik näher beleuchten. Ferner werden praktische Empfehlungen für erfolgreiche Migrationsprojekte gegeben, die Sie auf Ihr nächstes Projekt übertragen können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)