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Auf den Punkt gebracht

Leserbriefe

Erschienen im Linux-Magazin 2008/02

Haben Sie Anregungen, Statements oder Kommentare? Dann schreiben Sie an [redaktion@linux-magazin.de]. Die Redaktion behält es sich vor, die Zuschriften und Leserbriefe zu kürzen. Sie veröffentlicht alle Beiträge mit Namen, sofern der Autor nicht ausdrücklich Anonymität wünscht.

Original mit Untertiteln

12/07, S. 98: Ich möchte zu Herrn Dr. Röhrigs "Tux liest" einige Anmerkungen machen. Über das "Linux-Administrationshandbuch" schreibt der Rezensent: "Das Buch berücksichtigt die aktuellen Versionen von Red Hat, Fedora, Suse, Debian und Ubuntu." Die englische Originalauflage behandelt die Versionen Red Hat Enterprise Linux 4.3 ES, Fedora Core 5, Suse Linux Enterprise 10.2, Debian 3.2 Etch (Testing Release of 9/06) und Ubuntu 6.06 Dapper Drake. Wenn sich das mit der deutschen Übersetzung nicht geändert hat, finde ich die Versionen nicht unbedingt aktuell.

Bei dem Buch "Linux-Schnellkurs für Administratoren" kommentiert Herr Röhrig "In typisch amerikanischer Art versprechen die Autoren auf dem Cover: ,So werden Sie ein Linux Guru". Das habe ich weder auf dem Cover der englischen Originalausgabe noch der deutschen Übersetzung gefunden. Zudem vermisse ich einen nützlichen Tipp für die Käufer, dass nämlich die Originalausgabe "Linux Administration Handbook" in Deutschland für unter 50 Euro zu kaufen ist, die Übersetzung allerdings für 70 Euro.

Markus Wolf, per E-Mail

An den drei erstgenannten Distributionen und Versionen wüsste ich für ein Buch dieses Umfangs erst mal nichts auszusetzen - bedenken Sie bitte den Zeitraum für Recherche, Niederschreiben, Herstellung, Übersetzung und nochmalige Herstellung. Zudem wurde die Debian-Release in der deutschen Ausgabe auf Debian GNU/Linux 4 Etch (Testrelease vom September 2006) aktualisiert.Der Satz mit dem Linux-Guru steht auf dem Cover ganz oben quer - für mich ist dabei die gedruckte Ausgabe maßgebend, nicht das Jpeg, das wohl zu Werbezwecken im Internet steht und eventuell davon abweicht.

Zum Preis: Ob 20 Euro Mehrkosten gerechtfertigt und angemessen sind, die wirklich großartige Leistung des Übersetzerteams zu honorieren, darüber lässt sich freilich streiten. Einen Tipp, wie Sie ihn anregen, kann man trotzdem gelegentlich geben. (Dr. Bernhard Röhrig)

Zwei Herzen im OMPTL-Takt

01/08, S. 112: Ich zitiere Herrn Schürmann in dem Bericht "Doppel-Herz: OMPTL": "Da sowohl die Container als auch die eigentlichen Algorithmen unangetastet bleiben, darf der Programmierer [...] diese sogar ohne erneute Übersetzung des Programms austauschen."

Da OMPTL und die Standard-Template-Library auf C++-Template setzen, ist es virtuell nicht möglich, Libraries von Templates zu erstellen. Virtuell deshalb, weil der aktuelle C++-Standard (ISO/IEC 14882:2003) zwar das Schlüsselwort »export« vorsieht, um die klassische Trennung zwischen Header, Source und Library zu ermöglichen, doch leider gibt es nur einen beziehungsweise zwei Compiler, die dieses Schlüsselwort tatsächlich implementieren: Comeau C++ [http://www.comeaucomputing.com/4.0/docs/userman/export.html] sowie der in der Betaversion kommerziell gescheiterte Borland C++ Builder X [http://en.wikipedia.org/wiki/C%2B% 2B#Standards_compliance].

Beide basieren auf dem C++-Compiler-Frontend der Edison Design Group (EDG) [http://www.edg.com/index.php?location=c_frontend], dessen Team drei Mannjahre für die Implementation des »export«-Schlüsselworts benötigte. Zum Vergleich veranschlagt [http://www.open-std.org/jtc1/sc22/wg21/docs/papers/2003/n1426.pdf] die Implementation eines kompletten Java-Compilers mit zwei Mannjahren.

EDG berichtet unter anderem von multiplen und hierarchischen Symboltabellen statt einer einzelnen, flachen. Da bekommen die Begriffe "Hardcore Programming" und "State" (in Anlehnung an den im Jargon-File erwähnten "state", quasi Entropie im Kopf) eine ganz herausragende Bedeutung. Und wenn ich mich nicht täusche, so gab es auch beim EDG-Frontend nie die Funktionalität, Templates dynamisch einzulinken.

Sebastian Mach, per E-Mail

Prinzipiell ist das aber möglich, zumal ich durchaus auch die Libstd++ ohne Probleme tauschen beziehungsweise updaten konnte - was wiederum freilich nicht zwischen zwei Majorversionen klappt. Mir ging es in meiner Aussage primär darum, zu verdeutlichen, dass die Basis in Form der Standardbibliothek von OMPTL nicht angetastet wird; OMPTL nutzt sie lediglich. Dass konkrete Compiler-Implementierungen durchaus mit Haken und Ösen behaftet sind, zeigt schon die Geschichte des Microsoft-Compilers. (Tim Schürmann)

Erratum

01/08, S. 64: Die Redaktion bedauert, dass sich beim Überarbeiten des Tooltipps zum Programm Fdt 0.8.5 ein Fehler eingeschlichen hat: Anders, als dort zu lesen war, kopiert das Programm SCP mit der Option »-r« auch ganze Verzeichnisse.

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