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Daressalam: Agumba

Zurück in Daressalam. Die feuchte, 36°C warme Luft voller Abgase erschwert das Atmen. Shabani, der Fahrer, bringt uns mit dem braunen, japanischen Kleinbus mit Agumba-Aufklebern von der Sansibar-Fähre zum Büro im vierten Stock des Ushika TFC Building. Der Plattenbau mitten in Dar stammt offensichtlich noch aus den sozialistischen 70ern, Straßenhändler verkaufen T-Shirts vor dem Haus, Taxis drängeln sich. Auf dem Weg hinauf geben einige abgebrochene Treppenabsätze den Blick in die unteren Etagen frei.

Paul Koyi hat Agumba in den 90ern gegründet, mittlerweile drängen sich 27 Mitarbeiter in fünf engen Räumen. Von hier stammen Netzwerke und Server für die deutsche Botschaft, die tansanische Regierung und die Weltbank.

Der CEO sitzt an seinem Schreibtisch, er trägt ein helles Hemd, Krawatte, eine dunkle Hose und elegante Schuhe und telefoniert. Die Luft ist kalt und trocken, die Klimaanlage rattert. Zwischen zwei Handygesprächen erzählt er über die Technologien, die Agumba einsetzt, die Eigenentwicklung "Agumba Office Management Software" und über weitere Charity-Projekte wie die Aids-Initiative "HIV at Workplace". Paul kümmert sich für Linux4afrika um Rechner, Schulen und Behörden, er hat Erfahrung mit den klassischen afrikanischen Verfahren.

Zwei Meter hohe Mauern

Am Nachmittag geht\'s zum Lager. Der Fahrer bringt uns in einen Vorort von Dar, nahe beim Flughafen, wo Paul während seines Studiums der Elektrotechnik wohnte. Mitte September hat der Zoll endlich den Container mit den gespendeten Rechnern aus Deutschland freigegeben, Agumba ließ sie ausladen und in Pauls altem Wohnhaus lagern. Zwei Meter hohe Mauern mit kleinen Metallzacken umgeben das Gelände, im Garten eine Palme und ein einstöckiges weißes Gebäude mit vergitterten Fenstern (Abbildungen 13 und 14). Vier Mitarbeiter bewachen das Lager. Wieder klingelt Pauls Handy. Später erzählt er mir zwischen zwei Telefonaten: "Das war die Schule, die wir morgen besuchen." Die ersten Systeme will er dort so schnell wie möglich aufstellen.


Abbildung 13: Gespendete Monitore aus Deutschland im Linux4afrika-Lager in Daressalam.


Abbildung 14: Pauls Mitarbeiter bewachen sein ehemaliges Wohnhaus mit den Linux4afrika-Rechnern.

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