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PXE und Syslinux, Etherboot und Gpxe

Das Preboot Execution Environment (PXE) ist ein Standard von Intel, der es PCs ermöglicht, selbstständig über die Ethernet-Karte vom Netz zu booten. PXE verbindet sich dafür zunächst mit dem DHCP-Server, besorgt sich eine IP und liest die in Listing 2 verwendete DHCP-Option »filename« aus.

Listing 2:
»/etc/ltsp/dhcpd.conf«

01 # Hier eingetragene Optionen werden
02 # für alle Clients erzwungen
03 authoritative;
04 
05 group {
06   # Typische Parameter für ein IP-Netz
07   option domain-name "example.com";
08   option domain-name-servers 192.168.0.1;
09   option broadcast-address 192.168.0.255;
10   option routers 192.168.0.1;
11   option subnet-mask 255.255.255.0;
12 
13   # Der Pfad zum Bootloader auf dem TFTP-
14   # Server jeweils für PXE und Etherboot
15   if substring( option vendor-class-identifier, 0, 9 ) = "PXEClient" {
16     filename "/ltsp/i386/pxelinux.0";
17   }
18   else{
19     filename "/ltsp/i386/nbi.img";
20   }
21 
22   # Das zu mountende NFS-Root-Verzeichnis
23   option root-path "/opt/ltsp/i386";
24 
25   # Host "foo" mit der MAC-Adresse  
26   # "00:11:22:33:44:55"
27   # bekommt immer die IP-Adresse 
28   # "192.168.0.10"
29   host foo {
30     hardware ethernet 00:11:22:33:44:55;
31     fixed-address 192.168.0.10;
32   }
33 
34   # Sonstige Rechner im 
35   # Subnetz "192.168.0.0/24"
36   # bekommen eine zufällige 
37   # IP-Adresse zwischen
38   # "192.168.0.20" bis "192.168.0.250"
39   subnet 192.168.0.0 netmask 255.255.255.0 {
40     range 192.168.0.20 192.168.0.250;
41   }
42 }

Der Client erhält dadurch den TFTP-Pfad zum Bootloader, lädt diesen herunter und führt ihn aus. Unter LTSP kommt Pxelinux aus dem Syslinux-Paket [5] zum Einsatz, es lädt den Kernel samt RAM-Disk und startet den Client.

Mit Etherboot gibt es auch ein freies Projekt, das PCs ohne PXE-bootfähige Ethernet-Karten zum erfolgreichen Booten vom Netz verhilft. Statt eines Bootloaders bootet der Client ein mit dem Programm »mknbi« modifiziertes Kernel-Image. Die in Listing 2 gezeigte Konfiguration erlaubt es dem DHCP-Server zu erkennen, ob PXE oder ein anderer Client nach dem Bootloader fragt, und gibt dann den passenden Dateipfad zurück. Mit Gpxe steht mittlerweile auch eine freie PXE-Implementierung zur Verfügung. Sowohl Etherboot als auch Gpxe finden sich auf [2].

Network File System

Da Thin Clients gewöhnlich ohne eigene Laufwerke daherkommen, müssen sie ihr Root-Dateisystem anderweitig beziehen. Das Network File System (NFS) ist für diesen Zweck das Protokoll der Wahl. Die korrekte Einrichtung eines Terminalservers, der das Root-Dateisystem der beteiligten Thin Clients vorhält, steht in der Datei »/etc/exports«.

Ein derartiger Eintrag gliedert sich in drei Teile: Der erste ist der absolute Pfad zum exportierenden Verzeichnis, anschließend folgt eine Eingrenzung der erlaubten Hosts. Dabei sind sowohl auflösbare Hostnamen als auch IP-Subnetze (wahlweise mit Wildcards) erlaubt. Der letzte Teil enthält in Klammern NFS-spezifische Optionen, die das Verhalten des NFS-Servers bestimmen.

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