Der Gibbon lässt grüßen
Doch auch hier ist Besserung ist bereits in Sicht. Der gegenwärtige Entwicklungsstand der kommenden LTSP-Version für Ubuntus "Gutsy Gibbon" lässt einige sinnvolle Neuerungen erkennen. Die gravierendste Änderung wird der Wegfall von NFS als Root-Dateisystems bringen, was sicherlich sowohl bei Admins als auch sicherheitsbewussten Usern zu großem Aufatmen führt.
Künftig wird das LTSP-Chroot in einem komprimierten Squash-FS-Image abgelegt, das die Clients direkt über ein Network Block Devices [11] ansprechen und das Admins deutlich besser absichern können als dies mit NFS möglich ist. Der geringere Overhead verkürzt dabei auch die Bootzeit erheblich. Als weitere Änderung ersetzt eine in C reimplementierte, performantere Version den ursprünglich in Python geschriebenen LDM.
Dank der Verwendung von SSH ist es in der Praxis zwar nicht mehr möglich, die X11-Verbindung abzuhören. Der Preis für diese Sicherheit ist allerdings eine höhere Belastung der CPU. X-Clients mit regem Datenverkehr, die zum Beispiel Videos oder komplexe Animationen darstellen, sorgen daher schnell für eine deutlich spürbare Auslastung des Terminalservers.
Die neue Version von LTSP soll deshalb unverschlüsselte X11-Verbindungen bei nach wie vor sicherer Authentifizierung ermöglichen und verspricht damit weitere Leistungssteigerungen auch auf schwächerer Hardware. (mfe)
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Christian Kroll studiert Informatik an der Universität Dortmund und arbeitet neben dem Studium als Software-Entwickler. Privat engagiert er sich in der Bochumer GNU/Linux-Usergroup und in dem gemeinnützigen Verein LABOR e.V. Im Jahre 2001 kam er erstmals mit Debian Potato in Berührung und ist seither begeisterter Linux-Anwender.
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