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Ressourcenbedarf und Anwendungen

Bei der Dimensionierung von Terminalservern für LTSP ist es schwer, allgemein gültige Aussagen zu treffen, da sich die Anforderungen je nach Einsatzzweck stark unterscheiden. Für typische Office-Szenarien gelten bei der Speicherkapazität derzeit 256 MByte RAM für den eigentlichen Serverbetrieb und 64 MByte RAM pro angemeldetem Benutzer als gemeinhin anerkannte Richtwerte.

Während eine Midrange-CPU im Bereich von 2 GHz im reinen Office-Betrieb noch etwa 15 bis 20 Benutzer ganz gut versorgt, mag für Anwendungen mit multimedialem Schwerpunkt bereits eine Highend-CPU mit mehreren Kernen erforderlich sein. Insbesondere Flash, Java, Video- und 3D-Anwendungen sind ja dafür bekannt, ein System deutlich unter Last zu setzen.

Im Zweifelsfall hilft es, die für den Einsatz geplanten Anwendungen bezüglich Speicherverbrauch und CPU-Auslastung sehr genau unter die Lupe zu nehmen und diese Werte für die gewünschte Anzahl von Benutzern hochzurechnen. Auf jeden Fall muss der Admin dabei Reserven einkalkulieren, denn mit zu wenig verfügbarem Speicher lagert der Server Daten in die Swap-Partition aus, die Performance leidet darunter erheblich.

Netztopologie und Disks

Die von Edubuntu propagierte Netztopologie sieht ein eigenes Subnetz für die Clients vor. Der Terminalserver sollte daher über zwei Ethernet-Karten verfügen, von denen die eine mit besagtem Subnetz und die andere mit dem übrigen LAN oder einem Router verbunden ist. Spätestens ab zehn Benutzern ist es ratsam, ein Gigabit-Ethernet für das Client-Subnetz zu verwenden, um gelegentliche Übertragungsspitzen einzelner Clients besser aufzufangen. Üblicherweise sind die durch viele simultane Zugriffe beanspruchten Festplatten der empfindlichste Engpass derartiger Systeme, daher lohnt es sich meist, auf schnell lesende Raids zu setzen.

Als Bestandteile des Raid eignen sich günstige SATA-Festplatten mit Native Command Queuing (NCQ) und 16 MByte Cache. Native Command Queuing ermöglicht es SATA-Platten, die Reihenfolge kurz nacheinander eintreffender Kommandos zu ändern, um so die Leseleistung zu optimieren. Gerade bei vielen simultanen Zugriffen ist dies von Vorteil, ein entsprechender Controller mit NCQ-Unterstützung ist dafür allerdings ebenfalls erforderlich.

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