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Der Server ergreift das Wort

Ist der Debug-Level wie in Zeile 14 von Listing 2 auf »0x1« gesetzt, gibt IMAP::Client auch aus, welche Kommandos zwischen dem Client und dem Server hin und her flitzen. So lässt sich das eigenwillige IMAP-Protokoll studieren, das jedem Befehl eine eindeutige Nummer zuordnet, die der Antwort dann wieder beiliegt (siehe den Grundlagen-Artikel im Schwerpunkt dieses Magazins). So kann sich auch mal der Server unvermittelt zu Wort melden, wenn zum Beispiel auf einer Mailbox, an der der Client interessiert ist, eine E-Mail eingegangen ist. Dank der vorgestellten Nummer kann der Client unterscheiden, welche Nachricht der Server initiierte und welche auf eine Anfrage des Clients antwortet.

Installation

Kommuniziert der IMAP-Server über SSL (im Internet ein Muss und auch sonst ratsam), muss der Parameter »ConnectMethod« den String »SSL« enthalten. Der Eintrag »PLAIN« funktioniert hingegen, wenn der IMAP-Server das SSL-Protokoll abgeschaltet hat.

Die verwendeten CPAN-Module sind ihrerseits von anderen abhängig, die eine CPAN-Shell aber automatisch mit installiert. In »gaim2imap« sind in Zeile 123 als Sprachen Englisch und Deutsch eingestellt. Der anonyme Hash lässt sich leicht erweitern.

Startet der Anwender den Daemon »gaim2imap«, muss er zuerst das Passwort eingegeben, mit dem sich dieser beim IMAP-Server unter der effektiven Benutzer-ID des gerade laufenden Prozesses anmelden kann. In der Logdatei lässt sich dann das Treiben des unermüdlichen Archivars mitverfolgen.

Läuft alles gut, beginnt sich nun der Ordner »im_mailbox« auf dem IMAP-Server nach dem Programmstart mit IM-Konversationen zu füllen. Bleibt der Daemon aktiv, bezieht er alle während seiner Laufzeit geführten Chats ein und der User darf mit dem E-Mail-Client und dessen Suchfunktionen darin herumstöbern. Damit ist es kein Problem mehr, den Youtube-Link wiederzufinden, den einem der Arbeitskollege am Vormittag zugespielt hat. (jcb)

Infos

[1] Listings zu diesem Artikel: [ftp://www.linux-magazin.de/pub/listings/magazin/2007/06/Perl]

[2] Stopwords: [http://en.wikipedia.org/wiki/Stopword]

Der Autor



Michael Schilli arbeitet als Software-Engineer bei Yahoo! in Sunnyvale, Kalifornien. Er hat "Goto Perl 5" (deutsch) und "Perl Power" (englisch) für Addison-Wesley geschrieben und ist unter [mschilli@perlmeister.com] zu erreichen.

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