Schwachstelle Festplatte
Eindeutiger Handlungsbedarf besteht in puncto Hardware. Was nützt es, wenn Dateisysteme zwar das Beseitigen verräterischer Spuren verhindern, der PC-Benutzer aber ungehindert die Platte neu formatieren darf - vielleicht sogar low-level?! Technische Korrekturen im Festplatten-Design tun Not, die das Vernichten von Beweismitteln nachhaltig unterbinden.
Denkbar wäre es, alle Festplatten-Hersteller zu verpflichten, ihre Modelle WORM (write once, read many) auszulegen, sodass einmal geschriebene Daten für Ermittler eine Mindestzeit erhalten bleiben. Das kennt man von den Verbindungsdaten in der Telekommunikation bereits und hat sich als politisch durchsetzbar erwiesen. Der materielle Zusatzaufwand für das WORM-Verfahren ist gering, zumindest geringer als für die Vorratsdatenspeicherung bei den Telekommunikationsdienstleistern.
Aus Gründen der Ressourcen- und Umweltschonung wird man PC-Besitzern die Möglichkeit geben müssen, volle Festplatten nach Ablauf der vorgeschriebenen Daten-Aufbewahrungszeit gegen Gebühr wieder entsperren zu lassen. Daraus ergäben sich auch binnenkonjunkturelle Impulse: Mit Umsetzung des Festspeicher-Regulierungsgesetzes ergäbe sich automatisch für Plattenhersteller ein Entsperrservice-Geschäft, das sie in deszentralen Franchise-Systemen an kleine Entsperrer lizenzieren könnten. Jeder örtliche Dienstleister würde dann, ganz im Sinne der kurzen Wege, vertrauensvoll mit den lokalen Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten.
Ist dies geschafft, dürften sich die Behörden endlich den modernen Handys zuwenden. Schließlich ist es für Ermittler unverzichtbar, über Bluetooth an Ruflisten, gespeicherte Adressen und Telefonnummern zu kommen. Politische Scharmützel um die Unverletzlichkeit der Wohnung entfallen beim Mobile-Grabbing - zumindest außer Haus. (jk)
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freax,
14.12.2011 11:19
peter pan,
16.10.2011 12:59
das kann der autor ja nicht ernst meinen!
;-),
09.10.2011 14:47
noone,
21.07.2010 02:57
dem rechtschaffenden bürgern wird das leben schwer gemacht und den bösen buben tür und tor geöffnet! sicherheit erreicht man dadurch mit sicherheit nicht. man sollte bloß nicht glauben, das niemand mehr software besitzen könnte um zugriff auf daten zu bekommen die nicht für ihn bestimmt sind(oder für andere illegale zwecke). jeder nur halbwegs vernünftige hacker/cracker schreibt sich software oder gar ganze mini-betriebssysteme zu solchen zwecken zur not auch selber.
Luziferius,
19.07.2010 22:05
und festplatten braucht auch keiner mehr: Das OS wird vorinstalliert auf read-only-Speichern vertrieben und wer Daten speichern möchte muss einen BND/BKA-Account anlegen und Online-Speicher mieten... natürlich wird die Upload-Geschwindigkeit (außer zum rechtmäßigen Online-Speicher) stark begrenzt, damit auch Knoppix-Nutzer nichts illegal auf File.Hostern im ausland ablegen können.
Den DSL.Flatrates sei dank.
Prost
-,
25.05.2009 16:52
Linuxed,
25.03.2009 20:29