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Vista LC statt Linux

Wenn sich die Legislative angesichts der Negativbilanz zum generellen Bann von Open Source entschlösse, bliebe etwas Arbeit: Zwar ist es denkbar, dass sich der dann einzig verbliebene Betriebssystem-Hersteller nicht lange bitten lässt, fahnderfreundliche Features in Windows einzubauen, sofern nicht längst geschehen. Besser wäre eine Release herauszubringen, die beispielsweise Vista LC (Legally Compliant) heißt und ein Kaufargument liefert, dem sich kein guter Bürger entziehen kann: Gesetzeskonformität.

Vorschlag: Wenn der mit Windows-Abstürzen einhergehende so genannte Blue Screen in Vista LC beispielsweise leuchtend gelb wäre, dann könnten selbst angelernte Hilfskräfte der ermittelnden Behörden quasi im Vorbeigehen erkennen, wer einen gesetzeskonformen Rechner betreibt - und wer nicht.

Finger weg vom Cache

Leider tragen Browser auf allen Plattformen ihr Scherflein zur Verhinderung von Ermittlungserfolgen bei. Seitdem bekannt ist, dass sich Kriminelle anhand jener Daten entlarven lassen, die der Browser in seinen Cache-Dateien auf der Festplatte ablegt, löschen pfiffige Bösewichter diese Dateien einfach und beseitigen somit verräterische Spuren.

Dass der Gesetzgeber deshalb Browser-Hersteller künftig verpflichten muss, ihre Browser-Caches unlöschbar zu gestalten, ist evident. Hier zeigt sich Open Source wiederholt renitent: Wenn der Anwender den Browser-Quellcode hat und des Programmierens mächtig ist, kann und wird er auch diese Sperre umgehen.


Abbildung 2: Browser-Nutzer sollten den »Cache
löschen«-Knopf besser nicht benutzen, um keine
Beweismittel zu vernichten.

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Kommentare (7)
von
freax,
14.12.2011 11:19
Nicht zu fassen
Ich kann nicht glauben was ich dort oben lesen musste, das kann man doch wohl unmöglich ernst meinen! Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
von
peter pan,
16.10.2011 12:59
überschrift
kann dem vorredner nur zustimmen...
das kann der autor ja nicht ernst meinen!
von
;-),
09.10.2011 14:47
denkverbote?
also soll dann private Softwareentwicklung verboten und denken nur noch in engen grenzen erlaubt sein oder wie soll man das interpretieren?
von
noone,
21.07.2010 02:57
???
wenn alle wirklich funktionierenden sicherheitsmaßnahmen verboten werden, wie soll man seine daten noch vor unbefugtenm zugriff schützen?
dem rechtschaffenden bürgern wird das leben schwer gemacht und den bösen buben tür und tor geöffnet! sicherheit erreicht man dadurch mit sicherheit nicht. man sollte bloß nicht glauben, das niemand mehr software besitzen könnte um zugriff auf daten zu bekommen die nicht für ihn bestimmt sind(oder für andere illegale zwecke). jeder nur halbwegs vernünftige hacker/cracker schreibt sich software oder gar ganze mini-betriebssysteme zu solchen zwecken zur not auch selber.
von
Luziferius,
19.07.2010 22:05
Überwachungsstaat
sie wärs noch mit webcams in jedem raum?
und festplatten braucht auch keiner mehr: Das OS wird vorinstalliert auf read-only-Speichern vertrieben und wer Daten speichern möchte muss einen BND/BKA-Account anlegen und Online-Speicher mieten... natürlich wird die Upload-Geschwindigkeit (außer zum rechtmäßigen Online-Speicher) stark begrenzt, damit auch Knoppix-Nutzer nichts illegal auf File.Hostern im ausland ablegen können.

Den DSL.Flatrates sei dank.
Prost
von
-,
25.05.2009 16:52
Wer das nicht für ironisch hält ?
Wer diesen Artikel ernst nimmt und wer all dies durchsetzen wollte, der müsste auch ein Gesetz fordern, dass jeden Bundesbürger verpflichtet ein Tagebuch zu führen, damit das BKA das im Verdachtsfall auch beschlagnahmen und einsehen kann
von
Linuxed,
25.03.2009 20:29
... tausende Windowsbenutzer zeigen es tagtäglich
Sehr nette Ironie. Bleibt zu hoffen, dass kein Galgenhumor draus wird ...