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Breites Spektrum

Je nach Einsatzgebiet ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an eine CAD-Anwendung: Mit Medusa steht unter Linux eine ausgereifte Lösung für 2D-Zeichnungen zur Verfügung. Sie bietet alle hierfür wichtigen Funktionen und ist außerdem in einer für den Privatgebrauch kostenlosen Version erhältlich. Bei 2D existieren, anders als im 3D-Bereich, wo Algorithmen für die 3D-Konstruktion hohe Anforderungen an die Entwickler stellen, auch Open-Source-Anwendungen. Qcad [16] oder Pythoncad [17] enthalten zwar nicht so viele Zeichenwerkzeuge wie Medusa, eignen sich für technische Skizzen jedoch trotzdem besser als Zeichenprogramme.

Varicad spielt in derselben Liga wie Autocad, punktet jedoch beim Preis. Programme aus diesem Leistungssegment bieten ausreichende Funktionalität für viele 3D-Konstruktionsaufgaben aus dem Maschinenbau. Mit konstruktiver Festkörpergeometrie (CSG, Constructive Solid Geometry) modellieren sie die meisten Formen, die sich mit normaler Werzeugausstattung herstellen lassen. Die Kosten für eine Lizenz zum kommerziellen Einsatz liegen zwischen 500 Euro bei Varicad und nahezu dem Zehnfachen für eine Autocad-Version ohne Zusatzmodule.

UGS NX repräsentiert in jeder Hinsicht das obere Ende der Fahnenstange. Die meist über 15000 Euro teuren Programme aus diesem Marktsegment enthalten leistungsfähige Werzeuge, die komplexe Formen konstruieren. Die Anwendungen kommen mit umfangreichen Produkten wie Schiffen, Autos oder Flugzeugen, die aus vielen tausend Einzelteilen bestehen, zurecht. Ihr Funktionsumfang ist mit der Erstellung von Volumenmodellen nicht erschöpft: Highend-CAD-Systeme simulieren physikalische Aspekte wie kinetische oder thermische Belastungen und ersparen so in vielen Fällen die Anfertigung eines realen Prototpys. (pkr)

Infos

[1] Medusa: [http://www.cad-schroer.de/index.php?land=de&ziel=Products-MEDUSA&scr=1.3]

[2] Varicad: [http://varicad.com]

[3] UGS NX4: [http://www.ugsplm.de/produkte/nx]

[4] Catia 5: [http://www.3ds.com/products-solutions/plm-solutions/catia/overview]

[5] Pro/Engineer: [http://www.ptc.com/appserver/mkt/products/home.jsp?&k=403]

[6] Autocad: [http://www.autodesk.de/autocad]

[7] Solidworks: [http://www.3ds.com/de/corporate/about-us/brands/solidworks]

[8] CAD-Links: [http://www.tech-edv.co.at/lunix/CADlinks.html]

[9] Inkscape: [http://www.inkscape.org]

[10] Ulrich Wolf, "CAD und CAM unter Linux": Linux-Magazin 02/02, S. 28

[11] UGS-Studentenlizenz: [http://www.plmvim.de/CAD4academics.78.0.html]

[12] Korn-Shell: [http://web.cs.mun.ca/~michael/pdksh]

[13] DWG Alliance: [http://www.opendesign.com]

[14] CAX-IF: [http://www.cax-if.org]

[15] Wikipedia-Artikel zu Nurbs-Oberflächen (englisch): [http://en.wikipedia.org/wiki/NURBS_Surface]

[16] Qcad: [http://www.ribbonsoft.com/de/qcad.html]

[17] Pythoncad: [http://www.pythoncad.org]

[18] BRL-CAD: [http://brlcad.org]

[19] GCAD3D: [http://www.cadcam.co.at/freiter/gCAD3D.htm]

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Kommentare (2)
von
cad-nutzer,
08.04.2009 12:52
Neuauflage?
Bin eigentlich auf der Suche nach einem freien CAD für Linux. An brl-cad wird tapfer weiterentwickelt. Sourceforge ist voll mit CAD Projekten, aber der große Wurf scheint zu fehlen. NX gehört mittlerweile Siemens. Pro/E hat nach der einmaligen Wildfireversion sein Linux Engagement eingestellt. Von Catia hört man ebenfalls nichts. Dann gibt es noch das opencascade Projekt von Airbus aus dem Salome hervorgeht.
Um eine freie CAD Designcommunity zu starten, fehlt leider immer noch das richtige Programm. Aber vielleicht ist es dennoch angebracht, an eine Neuauflage des Artikels zu denken? Immerhin sind CAD Programme auch auf die High-Priority List des GNU Projektes gerückt.
von
Thorsten Stüker,
26.02.2009 10:11
Varicad punktet an mehr Stellen
Varicad ist - im Gegenteil zu Autocad - sehr bequem in der Lage, normgerechte 2D Zeichnungen aus den 3D Designs abzuleiten. In Zusammenarbeit mit einem 3D Flächenmodellierer wie Rhino3D kann man eigentlich alle gewünschten 3D Formen erreichen. Ich habe mir - als Pro/E und Catia Anwender - das Vergnügen gegönnt, mit Varicad mal ein paar Spritzgusswerkzeuge zu konstruieren. Sicherlich etwas umständlich, da einige Automatismen einfach noch fehlen, aber hinsichtlich des Solid Modelling recht ausgereift. Deutlich interessanter als Autocad oder Autodesk MD, mehr vergleichbar mit dem Inventor.

Und das macht ein vollkommen neues Preisgefüge.

Ein Assembly (also Zusammenbau) mit 500 MB liess sich noch problemlos bewältigen.

Im Übrigen: auch andere CAD-Systeme speichern in einer Datei oder arbeiten mit Assembly Links zu externen Dateien, wie auch Varicad.