Was fehlt
Der größte Schwachpunkt von XGL ist zurzeit die fehlende native Hardware-Unterstützung. Bis auf weiteres ist es auf den X.org-Server als Zwischenglied angewiesen. Ein experimenteller Ableger namens XEGL kann zwar bereits direkt mit der Grafikhardware umgehen, allerdings nur auf R100- und R200-Radeon-Karten. Über den genauen Zustand dieses Servers weiß praktisch niemand Bescheid, weil er schon seit langem als Projektleiche im Repository liegt.
Einig scheinen sich alle Beteiligten nur darin zu sein, dass OpenGL-basierten Composite-Window-Managern die Zukunft gehört. Gerade Compiz könnte aufgrund seiner flexiblen Plugin-Architektur zu dem Fenstermanager der Zukunft werden.
Derzeit befinden sich XGL und Compiz in einem zwar relativ stabilen, aber noch frühen Entwicklungsstadium. Für Open Suse gibt es Pakete [5], mit denen man die neue Technologie relativ einfach ausprobieren kann. Auch in aktuellen Snapshots der kommenden Ubuntu-Release Dapper Drake lassen sich XGL und Compiz installieren.
Zum schnellen Ausprobieren bietet sich eine Gentoo-basierte Live-CD an [8]. Mit einigen Treibern läuft das System bereits so stabil, dass es für die tägliche Arbeit geeignet ist. Weil XGL nicht alle OpenGL-Erweiterungen an seine Clients weiterleitet, funktionieren jedoch etliche OpenGL-Anwendungen und Spiele bislang noch nicht fehlerfrei. (ofr)
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Matthias Hopf hat in Erlangen Informatik studiert und in der Visualisierungs-Gruppe der Uni Stuttgart promoviert. Zurzeit arbeitet er bei Suse Linux im X11-Team. Von ihm stammen unter anderem Teile der Integration von Xvideo in XGL.
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