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Effekte durch Plugins

Compiz-Plugins gibt es sowohl für die Basisfunktionalität des Fenstermanagers (»decoration«, »move«, »place«, »resize«) als auch für erweiterte Funktionalität (»cube«, »scale«, »switcher«) und Effekte (»fade«, »minimize«, »rotate«, »wobbly«, »zoom«). Da Plugins mit vergleichbarer Funktion austauschbar sind, kann der Anwender Compiz leicht an die eigenen Wünsche anpassen. Eine genauere Auflistung der Plugins mit einer Beschreibung ihrer Funktion und Bedienung findet sich unter [5] und [6].

OpenGL-basierte Programme sehen sich oft dem Vorwurf ausgesetzt, dass ihre einzige Daseinsberechtigung in der Darstellung faszinierender Effekte besteht, dem auf Englisch so genannten Eye Candy (Bonbons fürs Auge). Tatsächlich erlaubt diese Technik aber auch nützliche Entwicklungen im Usability-Bereich für sensorisch Behinderte (zum Beispiel mit Hilfe des Zoom-Plugin) sowie die Entwicklung von Selektionshilfen wie Exposé (ein Scale-Plugin), die sich in der Mac-Welt bereits als sehr hilfreich erwiesen haben. Auch die verkleinerte Darstellung von Anwendungen während der Applikationswahl (Abbildung 3) ist sehr nützlich, vor allem wenn sie während der Auswahl live die aktuelle Programmausgabe zeigt.


Abbildung 3: Das Switcher-Plugin mit verkleinerten Livebildern der Applikationen.

Obwohl der Composite- und Window-Manager Compiz noch am Anfang seiner Entwicklung steht, ist er bereits recht gut benutzbar. Es fehlen noch einige Features anderer Fenstermanager, manche Ausnahmen für spezielle Programmtypen sind noch nicht vollständig implementiert, zum Beispiel Miniaturfenster für Panels. Bis zur vollständigen Integration in KDE ist deshalb noch etwas Arbeit nötig.

Weniger Wartung

Ist XGL nun die Zukunft des X-Window-Systems? Die Meinung darüber war auf der letzten X.org Developers\' Conference [7] im Februar in Santa Clara geteilt. Während ein Teil der X-Entwickler den oft noch schlechten Zustand der Open-Source-Treiber sowie die Unverträglichkeit von proprietären Treibern und GPL anführt, empfinden andere OpenGL als die geeignete Grafikschnittstelle und sähen gerne den kompletten Treibercode aus dem X-Server verbannt. Ein X-Server, der auf der Basis von OpenGL arbeitet, kann auch leichter ein zukünftiges Protokoll unterstützen, das sich nicht mehr um die veralteten Grafikprimitive kümmert und so die Client-Server-Kommunikation verbessert.

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