Jail House
Eine recht frühe Realisierung dieses Konzepts findet sich in den so genannten Jails von FreeBSD [13]. Jails erweitern den unter Unix bekannten Ansatz einer Chroot-Umgebung um die Partitionierung des Prozessraums und der Netzwerkinfrastruktur. Dabei sind für Prozesse in einer Jails-Umgebung keine Aktionen mehr möglich, die das gesamte System betreffen. Aus einem Jail heraus kann man zum Beispiel keine Kernelmodule laden, keine Dateisysteme montieren, Gerätedateien erzeugen oder das System rebooten.
Für den Linux-Kern gibt es die Projekte Linux Vserver [8] sowie OpenVZ [9] mit seiner kommerziellen Variante Virtuozzo [10]. Auch Sun hat ab der Solaris-Version 10 mit den so genannten Zonen [11] ein technisch vergleichbares Produkt. Es gelten prinzipiell die gleichen Beschränkungen wie bei den Jails in FreeBSD. Für Linux gehen Linux Vserver (siehe Artikel in diesem Heft-Schwerpunkt) und OpenVZ unterschiedliche technische Wege, auch ihre Userlevel-Werkzeuge sind verschieden.
Linux Vserver
Bislang gehört noch keins der Projekte Linux Vserver und OpenVZ zum offiziellen Bestandteil des Linux-Kerns. Allerdings sind die Modifikationen in beiden bereits recht weit fortgeschritten und stabil. Beide unternehmen deshalb auch Anstrengungen, um die Zustimmung der Kernelentwickler zu bekommen. Es wäre schön, wenn dieser Prozess dazu führte, dass zwar die zur Virtualisierung notwendigen Dinge in die Codebasis des Kerns einfließen, aber projektspezifische Anteile weiterhin getrennt blieben.
Linux Vserver ist das derzeit am weitesten verbreitete Projekt. Es baut auf den im aktuellen Linux-Kern enthaltenen Mechanismen auf, et- wa Posix-Capabilities für Prozesse [15], Namespaces, den Resource-Limits und den Extended Attributes für das Dateisystem. Dies reicht aber für die genannten Anforderungen noch nicht aus. Die Vserver-Patches fügen daher die so genannten Prozesskontexte ein und ermöglichen eine begrenzte Bindung der Prozesse an Netzwerkadressen.
Neben diesen wichtigen Erweiterungen kommt noch eine Rechtebegrenzung für alle Prozesse eines Kontextes mit Hilfe der Posix-Capabilities hinzu, außerdem die Möglichkeit, Dateien einem Kontext zuzuordnen. Im praktischen Einsatz sind Dinge wie kontextbezogenes Accounting und Scheduling gefragt, die auch zu einem großen Teil abgedeckt werden. Darüber hinaus gibt es mit den Userlevel-Tools Util-Vserver einen überaus nützlichen Werkzeugkasten.
| Whitepaper |
|
The Role of Open Source in Data Integration
Obwohl in den letzten Jahren viele technische Fortschritte erzielt werden konnten, verfügen die meisten Datenintegrationsprozesse nach wie vor nur über eine sehr begrenzte Automatisierung. Das vorliegende White Paper von dem Industry Analyst Mark Madson wird zunächst ein grundlegendes Verständnis von Daten Integration vermitteln, die Vorzüge von Open Source Lösungen für Daten Integration erläutern und Ihnen professionelle Empfehlungen geben, damit Sie Ihre Integrationsjobs noch einfacher und produktiver gestalten können.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
|
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele (Folge 2)
Der zweite Teil des Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele White Papers beleuchtet anhand weiterer ausgewählter Case Studies die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links"
nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedrucken Fassung entsprechen.
|