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© photocase.com

Tipps und kleine Tools fürs Paketmanagement

Alles rausquetschen

von Oliver Frommel, Kristian Kißling, Peter Kreußel, Carsten Schnober
Erschienen im Linux-Magazin 2006/02

Softwarepakete einfach nur zu installieren und zu entfernen - das ist keine große Kunst. Aus den gängigen Paketsystemen ist jedoch viel mehr herauszuholen. Der Artikel gibt dazu praktische Tipps und stellt nützliche Tools vor.

Mit dem Paketmanagement der eigenen Distribution setzt man sich normalerweise nur selten auseinander. Dabei besitzen die Programme oft versteckte Funktionen, die Paketverwaltung vereinfachen. Kleine Zusatztools verschaffen zum Beispiel Zugang zu Software-Archiven oder stellen Abhängigkeiten grafisch dar. Dieser Artikel gibt Tipps zur Nutzung der mitgelieferten Programme und stellt die nützlichsten Tools vor.

Hängendes RPM flott machen

Weil RPM seine Informationen in eine systemweite Datenbank schreibt, muss es sich darum kümmern, dass nicht zwei Benutzer gleichzeitig sie verändern. Das macht es mit normalen Datei-Locks. Stürzt RPM einmal ab, löscht es die Sperrdateien nicht. Die Folge: Der Befehl »rpm« bleibt einfach hängen, gibt aber auch keine Fehlermeldung aus. Wer sich durch einen Blick in die Prozesstabelle mit »ps« davon überzeugt hat, dass rpm nicht mehr läuft, kann die Locks einfach löschen: »rm -f /var/lib/rpm/__db.*«.

Yum beschleunigen

Mit Yum unter Fedora Pakete zu installieren, kann manchmal ganz schön nerven: Bei jedem Aufruf dauert es schon mal eine zeitlang, bis das RPM-Frontend seine Cache-Dateien aktualisiert hat. Um den Vorgang wenigstens ein bisschen zu beschleunigen, bietet sich der Schalter »-C« an, der die Cache-Aktualisierung deaktiviert. Damit ist zwar nicht gewährleistet, dass Yum immer auf dem neuesten Stand ist, aber es arbeitet wenigstens schneller. Zum Beispiel brauchte die Installation des Checkinstall-RPMs so nur knapp fünf statt fünfzehn Sekunden. Tipp: einmal täglich im Hintergrund Yum den Cache aktualisieren lassen.

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