Fazit
An die Highend-Notationssoftware anderer Plattformen (etwa Finale oder Sibelius), die grafisch bedienbar sind, hunderte Symbole kennen und bei denen der Anwender jedes Satzdetail editieren kann, reicht zurzeit keine Linux-Software ganz heran. Trotzdem erzielen die Linux-Satzsysteme achtbare und für viele Zwecke vollkommen ausreichende Ergebnisse. Dabei liegen die Versionen mit Eingabesprache im Leistungsumfang nah beieinander. Die Unterschiede betreffen seltenere Features.
Wer sich aber etwa mit alter Musik beschäftigt, für den wird den Ausschlag geben, dass er nur in Lilypond Unterstützung für die Mensuralnotation findet. Einen weiteren Pluspunkt sammelt die Software, wenn ähnlich wie beim Formelsatz direkt Takte in Text einzubetten sind. Das kommt etwa in musikwissenschaftlicher Literatur oder in Lehrbüchern vor. Lilypond bietet sicherlich auch die meisten Optionen für das Feintuning, allerdings um den Preis der komplexesten Eingabesprache.
Auch Mup ist ein sehr mächtiges Programm, das mit überschaubarem Aufwand zu vozeigbaren Ergebnissen führt. Mit Blick auf die Bedienbarkeit behauptet dagegen ABC den Spitzenplatz. Ihm steht wie Lilypond der grafische Editor Noteedit zur Seite, der Anfängern die Arbeit erleichtert. Die grafischen Editoren unter Linux bleiben hinter ihren textbasierten Kollegen zurück.
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