Noteedit
Eine Sonderstellung nimmt das Qt-Programm Noteedit [8] ein: Es versteht sich als grafisches Frontend für seine textbasierten Kollegen und erzeugt nach Noteneingabe mit der Maus Dateien für die Weiterverarbeitung mit ABC oder Lilypond beziehungsweise zur Speicherung in Music XML oder den Tex-Formaten Musix-Tex und PMX.
Noteedit erleichtert dem Gelegenheitsbenutzer die Noteneingabe signifikant, auch wenn es nicht alle Möglichkeiten der Zielsprachen abdeckt. Zudem sieht mehrstimmige Musik im Editor gelegentlich etwas wirr aus, das gerenderte Endergebnis lässt aber nichts zu wünschen übrig (siehe Abbildungen 1a bis 1c). Noteedit bietet durch die Integration der Sequenzer-Engine TSE3 außerdem eine Möglichkeit zum Kontrollhören, was oft Fehler offenbart, die man vielleicht überlesen hätte.
Rosegarden und KGuitar
Rosegarden [10] bietet einen vollständig grafischen Editor, der allerdings im Leistungsvermögen nicht mit den eben besprochenen Setzern mithalten kann. Beispielsweise kann er in einem Notensystem zwar Intervalle und Akkorde, aber keine rhythmisch unabhängigen Stimmen darstellen. Das Programm mit dem schönsten Splashscreen versteht sich auch ausdrücklich nicht als Satzsystem, sondern als Sequenzer, der mit dem Editor lediglich eine zusätzliche Präsentations- und Eingabemöglichkeit bietet. Ebenfalls noch kein vollständiges Satzsystem ist der Editor eines weiteren Sequenzers: Musescore [11], die Ergänzung zum virtuellen Studio Muse [12], offenbarte im Test Fontprobleme.
Schließlich verdient noch KGuitar [13] eine Erwähnung als Spezialsoftware für Gitarristen, die Partituren mit Noten und Tabulaturdarstellung ermöglicht, eine umfangreiche Bibliothek an Akkorddiagrammen zur Verfügung stellt und allerhand weitere instrumentenspezifische Extras in petto hat.
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