Guter Start
Ein neues Perl-Skript ist mit dem »tmpl«-Tool von [3] leicht zu starten. Der Aufruf »tmpl -p cooltool« legt eine neue Datei »cooltool« an. Wie Abbildung 5 zeigt, besteht das Skript-Skelett aus einigen Kopfzeilen, einigen typischen Modulen für Skriptoptionen und Manualseiten-Anzeige. »tmpl« bezieht einige Parameter aus der Datei ».tmpl« im Homeverzeichnis des Benutzers. Das Skelett »cooltool« kann schon zwei Dinge: »$ cooltool -v« zeigt die gegenwärtige Skriptversion an, die in der Variablen »$CVSVERSION« liegt und vom CVS beim Auschecken automatisch aufgefrischt wird. Weiter hilft »Pod::Usage«, dass die Option »-h« eine kurze Bedienungsanleitung ausgibt.

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Abbildung 5: Ein Template wird automatisch in neue Skripte übernommen.
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Den Rest muss der Skriptautor selbst ausfüllen, aber mit dieser Grundlage ist schon viel erreicht: Nun existieren ein Grundgerüst und ein Rahmen für die Dokumentation, ohne die jedes Skript bekanntermaßen wertlos ist.
Komplettierung
Vim merkt sich geschriebene Wörter automatisch und komplettiert angefangene Wörter später mit der Tastenkombination [Ctrl]+[N] im Textmodus. Wer also Variablen wie in »our $GLOBAL_SUPER_VARIABLE;« definiert und sie später wieder verwendet, muss nicht den ellenlangen Namen erneut tippen, sondern schreibt nur ein paar Buchstaben, drückt dann [Ctrl]+[N] und schon betätigt sich Vim als Gedankenleser.
Falls mehrere Möglichkeiten zur Komplettierung bestehen, kann man mit weiteren [Ctrl]+[N]-Drücken vorwärts und umgekehrt mit [Ctrl]+[P] rückwärts durch die Liste der Vorschläge blättern. Ein Feature, das im Lauf der Zeit sehr viel Zeit und Tipparbeit spart.
C-Programmierer kennen das Programm »ctags«, das eine Tags-Datei für Vim erzeugt. Wird diese eingelesen, braucht der Entwickler eines Programms einfach nur den Cursor irgendwo auf einen Funktionsaufruf zu positionieren sowie Control und eckige Klammer zu ([Ctrl]+[]]) im Kommandomodus zu drücken, dann springt Vim zur zugehörigen Funktionsdefinition.
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