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Spurensuche

Nächstes Indiz ist die Variable »j«. Ihr aktueller Wert lautet 5, »j+1« ist demnach 6. Das scheint zu passen, da das Programm mit sechs Namen gestartet wurde. Nächster Schritt: einen Haltepunkt (Breakpoint) an einer verdächtigen Stelle setzen, am besten beim While-Statement. Das geht mit einem Doppelklick am linken Rand dieser Zeile oder über den Button »Break«. In der ersten Spalte erscheint ein formschönes Stop-Symbol.

Beim erneuten Programmstart mit dem »Run«-Button verwendet DDD die gleichen Parameter wie beim Aufruf zuvor. Die Ausführung stoppt nun automatisch am Breakpoint. Nach einem Klick auf den Button »Next« führt das Programm die aktuelle Anweisung aus und springt zur nächsten. Der grüne Pfeil markiert wieder die aktuelle Zeile. Nach drei Klicks ist die For-Schleife erreicht. E

Es wäre unnötig mühsam, nach jedem »Next« wieder per »Print« auf die interessanten Variablen zuzugreifen, denn dafür gibt es ein weiteres Feature des DDD: statt »Print« den »Display«-Button verwenden, dann zeigt das Data-Fenster permanent den Inhalt des markierten Ausdrucks. Im Beispiel interessieren die drei Variablen »j«, »arrIn[j]« und »arrIn[j+1]«. Es genügt, sie nacheinander zu markieren und mit »Display« in das Datenfenster einzufügen (Abbildung 2). Damit DDD die Werte so kompakt zusammenfasst, muss jedoch unter »Edit | Preferences | Data« bei »Placement« die Variante »Clustered« gewählt sein.


Abbildung 2: Zwei Ausschnitte aus dem Data-Fenster des DDD: Oben die Variablen vor einer Wertänderung und unten danach.

Zielfahnder

Führt der Entwickler das Programm jetzt schrittweise weiter aus, dann sieht er sofort jede Veränderung der Variablen. Es könnte aber recht lange dauern, bis sich der Fehler manifestiert. Wenn eine Fehlerbedingung bekannt ist, geht es deutlich schneller. Der Zugriff auf das Array schlägt fehl, wenn »j« den Wert »5« annimmt, also soll das Programm genau in diesem Moment anhalten.

Das geht recht einfach: einen Haltepunkt in Zeile 11 setzen, also die erste Zeile der For-Schleife. Mit der rechten Maustaste das Kontextmenü der Stop-Marke öffnen und »Properties« wählen, es öffnet sich ein Fenster mit diversen Eigenschaften des Haltepunkts (Abbildung 3). Die Bedingung »j==5« im Feld »Condition« sorgt dafür, dass DDD das Programm an diesem Breakpoint nur anhält, wenn »j« den Wert »5« hat.


Abbildung 3: Ein Haltepunkt kann im DDD an Bedingungen geknüpft sein. Hier stoppt der Debugger nur, wenn die Variable »j« den Wert »5« hat.

Da der Haltepunkt an eine Bedingung geknüpft ist, verändert sich das Stop-Zeichen im Quelltext, es enthält nun zusätzlich ein kleines Fragezeichen. Der andere Haltepunkt ist nun nicht mehr wichtig, er lässt sich über den Kontextmenü-Eintrag »Disable Breakpoint« entfernen. Ein Klick auf »Cont« (für Continue) setzt das Programm so lange fort, bis »j« den Wert »5« erreicht.

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