Aktueller Überblick über freie Software und ihre
Macher
Projekteküche
von Martin Loschwitz
Erschienen im Linux-Magazin
2005/02
Auch im vergangenen Monat gab es Neuigkeiten in der Welt der freien Software. Wir picken die Leckerbissen heraus. Dieses Mal: Elegant präsentieren, Quelltext strukturieren mit Code-Browser und die hoffentlich letzte Version des Debian-Installers. Dazu gibt es Infos über Debians Alioth und den Freedesktop-Hack.

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Abbildung 1: Open Office gestaltet Präsentationen ohne hohe Einstiegshürde. Blutige Anfänger kommen damit ebenso schnell zurecht wie Umsteiger aus der Powerpoint-Welt.
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Während die SCO Group am Anfang ihrer Klagewelle gegen IBM, Novell und den Rest der Welt noch ein paar Befürworter für ihren Kurs fand, wurde es besonders in letzter Zeit ruhig um das Unternehmen. Kein Wunder: Der eingeschlagene Weg erweist sich - wegen der hohen Anwaltskosten - zusehends als teurer Schuss in den Ofen.
Vor Gericht konnte SCO mit den letzten Eingaben kaum punkten und manche Beobachter vermuten sogar, dass die Richter das Verfahren auf Antrag von IBM früher oder später sang- und klanglos einstellen. Besondere Ehre gebührt den fleißigen und unermüdlichen Berichterstattern von Groklaw.net[1], die jede Information über den Fall penibel für die Öffentlichkeit aufbereiten.
Showtime
Früher war nicht alles besser: Wer einer größeren Gruppe von Zuhörern ein Konzept demonstrieren wollte, brauchte einen Overheadprojektor. Text und Grafi-ken musste der Vortragende dazu irgendwie auf Folien bringen - und sei es mit Stift und Lineal. Dazu benötigte er eine saubere Handschrift, aber trotzdem erkannte nicht jeder Zuschauer die Resultate auf Anhieb.
Auch Computer und Drucker haben den Umgang mit dem Projektor nur unwesentlich vereinfacht. Zum einen sind bedruckbare Folien nicht billig, zum anderen lassen sie sich nur einmal verwenden. Das geht auf Dauer nicht nur ins Geld, sondern schadet auch der Umwelt. Eleganter präsentieren Beamer und tragbare Computer.
Nicht nur Powerpoint von Microsoft stellt Vorträge ansprechend dar. Linux-Anwender haben zum Anfertigen von Präsentationen die Wahl zwischen zahlreichen Alternativen. Ob sie dabei lieber mit einer grafischen Oberfläche oder auf der Kommandozeile arbeiten, bleibt wie immer dem individuellen Geschmack überlassen.
Grafisch präsentieren
Als Äquivalent zu Powerpoint tritt am ehesten die Präsentations-Komponente von Open Office auf (siehe Abbildung 1). Sie bietet vorgefertigte Blanko-Präsentationen, die darauf warten, mit passenden Werten aufgefüllt zu werden. Der Wysiwyg-Editor ändert Aussehen und Text direkt über die grafische Oberfläche. Ein Animationsdialog verpasst der Präsentation per Mausklick Bewegungen. Durch die einfache Bedienung von Open Office kommen auch Neulinge und Umsteiger schnell zu professionellen Präsentationen.
Der Nachteil dieser Methode: Der abspielende Computer braucht ebenfalls Open Office. Auf fremden Rechnern kann das zum Problem werden, denn Open Office braucht viel Festplattenplatz und läuft auf älteren Rechnern langsam; eine Nachinstallation kann zudem ein Loch in den Zeitplan sprengen. Außerdem harmonieren verschiedene Open-Office-Versionen nicht immer miteinander, sodass auch eine Knoppix-CD nicht unbedingt aus der Patsche hilft.
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