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IPsec standardisiert zwei Protokolle, die IP-Pakete schützen: AH (Authentication Header) und ESP (Encapsulating Security Protocol). Beide gehören zur IP-Protokollfamilie (Nummern 50 und 51). AH schützt die Integrität des ganzen IP-Pakets einschließlich IP-Header, verschlüsselt aber nichts. ESP verschlüsselt den Paketinhalt und schützt die Integrität des inneren Pakets - ohne den äußeren IP-Header.
Transport- und Tunnelmodus
Außerdem sind Transport- und Tunnelmodus zu unterscheiden. Ersterer eignet sich nur für die direkte Kommunikation zweier Rechner, die dabei die IPsec-Endpunkte bilden. Im Transportmodus befindet sich der ESP- oder AH-Header zwischen IP-Header und Payload. Die Payload umfasst die Header der höheren Protokollschichten und Daten.
Anders verhält es sich im Tunnelmodus. AH- oder ESP-Header stehen hier vor dem IP- Header des Orignalpakets. Vor dem IPsec- Header wird ein weiterer IP-Header eingefügt, der die Adressen der Tunnelendpunkte enthält. Die Payload besteht im Tunnelmodus aus einem kompletten IP-Paket. Beim ESP-Protokoll ist damit das gesamte innere IP-Paket verschlüsselt. Ein frühere Artikel[6] erklärt den Aufbau des AH- und ESP-Headers und die Zusammensetzung der Pakete.
IPsec in der Kritik
Die Krypto-Experten Ferguson und Schneier empfehlen in ihrer Analyse des IPsec-Protokolls[2] unter anderem, das AH-Protokoll und den Transportmodus aus dem IPsec-Standard zu entfernen. Probleme, die sich aus AH für das Firewall-Design ergeben, berücksichtigt der vorliegende Artikel daher nicht.
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