Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  Heft & Abo  »  Heftarchiv  »  2004  »  09  »  Kontaktaufnahme  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

Kontact arbeitet sogar mit Exchange

Eine Anbindung für Exchange ist ebenfalls in Entwicklung. Sie nutzt wie auch der Novell Connector (siehe Artikel in dieser Rubrik) hauptsächlich das WebDAV-Protokoll, lediglich für Mail verwendet sie IMAP. Im Exchange-Server müssen dafür der IMAP-Server sowie der Web-Access über den Internet Information Server aktiviert sein.

Das 2003 aus Skyrix hervorgegangene Opengroupware-Projekt[6] plant derzeit eine Kontact-Anbindung, entweder per XMLRPC oder WebDAV. Der von der Firma Neuberger & Hughes vorangetriebene freie Server Exchange4Linux[7], der bislang nur mit Microsoft Outlook mittels eines proprietären Konnektors zusammenarbeitet, soll ebenfalls eine Kontact-Anbindung erhalten.

Das Einrichten der Clients für eine Groupware-Lösung gestaltet sich einfach: Ein Wizard, der Name, Passwort und Server abfragt, erledigt die Konfiguration. Vorher sollten alle PIM-Komponenten geschlossen werden. Diese Wizards gibt es bislang für Kolab, Openexchange und E-Groupware.

Bei der Wahl des geeigneten Groupware-Servers lauern einige Fallen. Bei Kolab gestaltet sich vor allem die Installation aufwendig. Der Kolab-Server wird als OpenPKG-Umgebung ausgeliefert, die alle Pakete vom GCC bis zu den Daemons selbst mitliefert und kompilieren will. Das Übersetzen der jeweiligen Pakete ist händisch anzustoßen. Hilfe leistet hier das Kolab-Forum[8].

Stolpersteine bei der Serverwahl

Für Debian Woody gibt es auf der Download-Seite fertig kompilierte OpenPKG-RPMs. Einfacher und schneller zu installierende Binärpakete für zahlreiche Betriebssysteme bietet auch das Zfos-Projekt[9] an. Die Pakete enthalten eine alternative Engine der Firma Codefusion. Wer das Original braucht, muss das Installationsskript wie im Readme beschrieben leicht modifizieren.

Die systemeigenen Serverdienste sollte man beim Betrieb von Kolab abschalten. Da die Kolab-Umgebung eine eigene Verzeichnisstruktur unterhalb von »/kolab« anlegt, lässt sie sich einfach in ein Root-Jail sperren. In Version 2.0, mit der gegen Ende des Jahres zu rechnen ist, wird ein einziges Kommando für das Bootstrapping genügen.

Die Mühen einer Kolab-Installation machen sich vor allem in komplexen Szenarien wie der Hochverfügbarkeit bezahlt. Obwohl es bislang keine Bordmittel für den Kolab-Server als Ganzes gibt, lassen sich die zentralen Komponenten zur Datenspeicherung - Cyrus IMAP und OpenLDAP - mit Standardmitteln hochverfügbar machen.

Auch die anderen Groupware-Server sind nicht ohne Mängel. Inhalte von Adressbuchfeldern, die etwa der E-Groupware-Server nicht kennt, verwirft er bislang schlicht. Zudem funktioniert die Gruppenplanung noch nicht. Seine Stärken spielt er im Webinterface aus, es bietet viel mehr Funktionen als Kontact von Haus aus mitliefert. Spätestens fürs eingebaute Wiki muss der Anwender bei E-Groupware auf jeden Fall zum Browser greifen. Die Homepage[10] bietet eine Demo-Umgebung.

Die Achillesferse von Openexchange ist das Lizenzmodell: Während Suse eine unbeschränkte Anzahl von E-Mail-Clients erlaubt, fallen für das von einem Dritthersteller stammende proprietäre Groupware-Modul Lizenzkosten pro Client an. Der Basispreis von rund 1440 Euro enthält zehn Groupware-Lizenzen, weitere kann man bei Bedarf nachkaufen[11]. So wird der Openexchange-Server bei größeren Installationen schnell kostenintensiv. Dank einfacher Installation und Support eignet er sich jedoch auch für weniger experimentierfreudige Administratoren.

Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Gut in der Zeit Termine planen mit Groupware
Gruppenbaustelle Vorabtest: Kolab 2.2.4 mit Sync ML und Kontact Enterprise 5
Tag für Tag Drei Standards für Kalenderdaten: V-Cal, I-Cal und CAP
Hauptpostamt Architektur des PIM-Framework Akonadi in KDE
Grenzenlos daten Terminplanung in Echtzeit über Groupware-Varianten hinweg
Brave GNU World Die monatliche GNU-Kolumne
Whitepaper
The Role of Open Source in Data Integration

Obwohl in den letzten Jahren viele technische Fortschritte erzielt werden konnten, verfügen die meisten Datenintegrationsprozesse nach wie vor nur über eine sehr begrenzte Automatisierung. Das vorliegende White Paper von dem Industry Analyst Mark Madson wird zunächst ein grundlegendes Verständnis von Daten Integration vermitteln, die Vorzüge von Open Source Lösungen für Daten Integration erläutern und Ihnen professionelle Empfehlungen geben, damit Sie Ihre Integrationsjobs noch einfacher und produktiver gestalten können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele (Folge 2)

Der zweite Teil des Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele White Papers beleuchtet anhand weiterer ausgewählter Case Studies die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)