Atari-Hexdump
Binäre Dateien kleistern den Bildschirm mit Sonderzeichen voll und hängen manchmal sogar das Terminal auf, wenn Anwender sie mit »cat« anzeigen lassen. »less« ist besser, hilft aber auch nicht viel weiter, da es nicht angibt, wie lang bestimmte Byte-Sequenzen sind. Das CPAN-Modul »Data::Hexdumper« bietet eine Anzeige, wie sie schon vor 15 Jahren auf meinem Atari ST1040 zu sehen war: Links die Hexcodes in Gruppen von 16 Bytes und rechts die Übersetzung in lesbare Zeichen - falls das möglich ist. Abbildung 3 zeigt, wie »hd.pl« aus Listing 3 seinen eigenen Quellcode als Hexdump auf den Schirm schreibt.
Das Programm »hd.pl« ist zwar nur eine schon peinlich triviale Adaption der »Data::Hexdumper«-Manualseite - aber selbst ein so einfaches Werkzeug spart oft viel Zeit.
01 #!/usr/bin/perl
02 ###########################################
03 # hd.pl - Hexdump
04 # Mike Schilli <m@perlmeister.com>, 2004
05 ###########################################
06 use warnings;
07 use strict;
08
09 my $data = join '', <>;
10 use Data::Hexdumper;
11 my $results = hexdump(
12 data => $data,
13 number_format => 'C',
14 );
15 print $results;
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Abbildung 3: Ist es erforderlich, binäre Daten anzeigen zu lassen, hilft das Perl-Modul »Data::Hexdumper«. Hier zeigt das Skript »hd.pl« mit Hilfe des Moduls seinen eigenen Quellcode an.
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Perl-Switcheroo
Wer viel mit Perl arbeitet, stets mit zitternden Fingern die neueste Distribution ausprobiert oder nur schnell feststellen will, ob ein Modul auch mit Antik-Versionen wie 5.00503 funktioniert, der braucht die Möglichkeit, schnell zwischen verschiedenen Installationen hin und her zu springen. Dazu ist es ratsam, Perl-Distributionen nicht mehr unter »/usr« zu installieren, sondern in einem dedizierten Verzeichnis, etwa unterhalb des Homeverzeichnisses. Ein Configure-Aufruf für Perl 5.8.4 sieht dann so aus:
./Configure -D prefix=$HOME/
perl-installs/perl-5.8.4 -d
Der Aufruf von »make install« installiert die Distribution unter dem angegebenen Verzeichnis. Um schnell zwischen den Versionen zu wechseln, ist ein symbolischer Link »perl-current« in »perl- installs« anzulegen, der auf die gewünschte Version zeigt. Anschließend erstellt der Programmierer noch einen Link von »/usr/bin/perl« auf »$HOME/ perl-installs/perl-current/bin/perl«.
So greifen Skripte, in deren Shebang-Zeile »#!/usr/bin/perl« steht, auf die aktuell gewählte Perl-Installation zu. Auch andere aus der Distribution genutzte Programme beziehungsweise Skripte wie etwa »perldoc« sind entsprechend umzubiegen.
Nach diesen Vorbereitungen kommt das Skript »sp.pl« (für Switch Perl) in Listing 4 zum Einsatz. Wie Abbildung 4 zeigt, bietet es eine Auswahl von unter »$HOME/perl-installs« installierten Distributionen an und setzt daraufhin den symbolischen Link »perl-current« entsprechend um. Praktisch!
01 #!/usr/bin/perl
02 ###########################################
03 # sp.pl - Select a perl installation
04 # Mike Schilli <m@perlmeister.com>, 2004
05 ###########################################
06 use strict;
07 use warnings;
08
09 use File::Basename qw(basename);
10
11 my $PERL_HOME = "$ENV{HOME}/perl-installs";
12
13 my(@versions, $count);
14
15 for (<$PERL_HOME/perl-*>) {
16 next if -l or ! -d;
17 push @versions, basename($_);
18 }
19
20 foreach my $v (@versions) {
21 print "[", ++$count, "] $vn";
22 }
23
24 $| = 1;
25 print "> ";
26 my $number = <>;
27 chomp $number;
28
29 die "Invalid choice" unless
30 exists $versions[$number-1];
31
32 unlink("$PERL_HOME/perl-current") or
33 warn "unlink failed ($!)";
34 symlink("$PERL_HOME/$versions[$number-1]",
35 "$PERL_HOME/perl-current") or
36 die "symlink failed ($!)";
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Abbildung 4: Wer schnell zwischen verschiedenen installierten Perl-Versionen wechseln muss, benutzt einfach ein Skript, das die nötige Arbeit im Hintergrund erledigt.
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