Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  Heft & Abo  »  Heftarchiv  »  2004  »  06  »  Daten ausgesiebt  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

Mein Herz macht bum

Die Startzeit der Datenbank ist auf zehn Sekunden in der Vergangenheit gelegt. Das ist üblich und voreingestellt, wenn man »--start« weglässt, denn RRDtool wird alle Eingaben zurückweisen, die einen Zeitstempel kleiner oder gleich der Startzeit tragen. Die »DS:«-Zeile definiert die einzige Datenquelle der Datenbank mit den oben beschriebenen Parametern: Quellenname »load«, Eingabetyp »GAUGE«, dem so genannten Heartbeat von 90 sowie Minimal- und Maximalwert 0 beziehungsweise 10,0. Die mit 90 angegebene Pulsfrequenz legt fest, dass der Admin auch zufrieden ist, falls die Daten nicht mit der in »--step« angegebenen Rate von 60 Sekunden ankommen, sondern mit bis zu 30 Sekunden Verzögerung. RRDtool lügt dann und interpoliert einfach. Wäre im Extremfall der Heartbeat 24 Stunden und die Schrittrate weiterhin 60, genügte ein einziger Wert pro Tag, auf den RRDtool dann alle Minuteneinträge setzen würde.

Primary Data Points

Ist der Heartbeat auf einen niedrigeren Wert als der Step gesetzt, sind mehrere Messdaten pro Step erforderlich. Dann erwartet RRDtool die Daten im Rhythmus des Herzens und speichert sofort streng »na« für einen Schritt, falls der Herzschlag einmal aussetzt. Liegen ordnungsgemäß mehrere Werte pro Schrittfenster vor, errechnet RRDtool den Mittelwert, bevor es den so genannten Primary Data Point (PDP) speichert.

Im links abgedruckten Code erzeugen die letzten beiden Zeilen die RRAs. Der Zahlenwert in den vorletzten Spalten gibt an, wie viele PDPs das Archiv zu einem Archivpunkt zusammenfassen soll. Das erste Archiv übernimmt nur einen Wert, es entspricht den Round-Robin-Archiven, wie in den Abbildungen 1 und 2 gezeigt.


Abbildung 2: Der alte, um 01:00 Uhr gemessene Wert wird durch den um 01:05 Uhr ermittelten ersetzt, der Zeiger rückt weiter.

Das zweite Archiv fasst fünf Messpunkte zu einem Archivpunkt zusammen. Bei einem einzigen PDP muss RRDtool nichts weiter tun, aber bei fünf ist die zweite Spalte der obigen Definition wichtig, in der die Consolidation Function (CF) angegeben ist. »AVERAGE« schnappt sich den Mittelwert aus den PDPs, die oben verwendete Funktion »MAX« nimmt den Höchstwert. Weitere Optionen sind »MIN« für den kleinsten und »LAST« für den zuletzt ermittelten Wert.

Die magische Zahl »0.5« ist der so genannte Xfiles Factor. Er bestimmt, welcher Bruchteil von den PDPs undefiniert (»na«) sein darf, damit das Archiv einen interpolierten Mittelwert als gültigen Eintrag speichert. Wird der Wert unterschritten, steht später »na« im Archiv. Die letzte Spalte bestimmt, wie viele Datenplätze das Archiv bereitstellt. Sind alle aufgefüllt, beginnt es, die ältesten zu überschreiben. Abbildung 3 zeigt, wie RRDtool aus den Werten, die die Datenquelle liefert, PDPs erzeugt, die anschließend in die verschiedenen Round-Robin-Archive wandern.


Abbildung 3: Aus den Sample-Werten, die aus einer Datenquelle kommen, erzeugt RRDtool Primary Data Points (PDPs). Mit diesen PDPs füllt RRDtool seine Round-Robin-Archive (RRA).

Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Selbst ist der Admin Monitoring: Server- und Netzüberlastungen mit Bordmitteln ermitteln
Schädlingsbekämpfung Perl-Skript bewahrt Webforen und Blogs vor Spamflut
Persönlicher Spürhund Desktop-Suche mit Perl-Skript
Geiz ist geil Perl-Skript überwacht Preise bei Amazon
Ist das nicht cool? Temperatursensoren mit Perl auslesen
E-Werke Perl misst Stromverbrauch mit Multimeter
Whitepaper
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele

Über die letzten Jahre hinweg haben sich Open Source Lösungen als fester Bestandteil des gesamten Datenintegrationsmarktes etabliert. Viele Unternehmen haben bereits das Open Source Modell für Ihre Datenintegrationsprojekte aufgegriffen. Das vorliegende White Paper illustriert anhand ausgewählter Fallstudien und Anwendungsbeispiele die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
The Role of Open Source in Data Integration

Obwohl in den letzten Jahren viele technische Fortschritte erzielt werden konnten, verfügen die meisten Datenintegrationsprozesse nach wie vor nur über eine sehr begrenzte Automatisierung. Das vorliegende White Paper von dem Industry Analyst Mark Madson wird zunächst ein grundlegendes Verständnis von Daten Integration vermitteln, die Vorzüge von Open Source Lösungen für Daten Integration erläutern und Ihnen professionelle Empfehlungen geben, damit Sie Ihre Integrationsjobs noch einfacher und produktiver gestalten können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)