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Benutzerschnittstellen

Die Benutzer bedienen Alien über einen User Interface Layer. Die Kommandozeilen-Version hat die wichtigsten Unix-Filesystemkommandos eingebaut. Daneben gibt es ein grafisches Benutzerinterface und ein generisches Webportal. Mit ihnen kann der Benutzer große Mengen zu verteilender Jobs abschicken, inspizieren und manipulieren.

Um auch Anwendungsprogrammen Zugang zu Alien zu verschaffen, bedarf es passender Schnittstellen (APIs). Neben einem dafür geeigneten Perl-Modul stellt Alien Programmierern ein C- und ein C++-API bereit. So wurde mit dem C++-API - es ist Thread-safe - eine Variante des Open-Source-Projekts LUFS[9] implementiert, die den Alien-Filekatalog einklinkt. Benutzer des Konstrukts führen ein entsprechendes »mount«-Kommando aus, melden sich beim Grid an - und haben Zugriff auf das Alien-Filesystem.

Analyse mit Alien und ROOT

Die aktuelle Alien-Version eignet sich gut zum Lösen typischer Anwendungsprobleme der Hochenergiephysik (HEP), beispielsweise verteilter Simulationen, Rekonstruktionen und darauf folgender zentral koordinierter Verarbeitungsschritte. Sobald die Ergebnisse der Berechnungen vorliegen, kann der Benutzer seine Analyseprozesse starten. Viele User wollen und müssen dabei selbst geschriebene Algorithmen auf große verteilte Datensätze anwenden.

Für diese Aufgabe verwenden Alice und die meisten HEP-Experimente das Analyse-Framework ROOT[10]. Es fußt auf einem C++-Interpreter und ist um eigene Klassen und vorkompilierte Bibliotheken gut erweiterbar. Um ROOT Alien-tauglich zu machen, haben die Entwickler entsprechende C++-Klassen hinzugefügt: Die »TAliEn«-Klasse - sie basiert auf der abstrakten »TGrid«-ROOT-Klasse und benutzt das Alien-C++-API - implementiert die Basismethoden. Über sie verbinden sich die selbst geschriebenen ROOT-Routinen mit dem Alien-Grid und melden sich wieder ab. »TAliEn« regelt zudem die Zugriffe auf Aliens virtuellen Filekatalog.

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