Eclipse - Einführung und Referenz sowie Hacking - the Art
of Exploitation
Tux liest
von Markus Hasenbein, Andreas Grytz
Erschienen im Linux-Magazin
2004/04
Die Java-Entwicklungsumgebung Eclipse glänzt vor allem durch ihre Modularität. Wie Einsteiger die Software benutzen und eigene Plugins programmieren, zeigt das gleichnamige Buch. Wer sich lieber mit der Exploit-Kunst beschäftigt, findet im Hacking-Buch geballtes Wissen.
Die zunächst von IBM entwickelte IDE Eclipse ging vor etwas mehr als zwei Jahren an die Open-Source-Entwicklergemeinde über. Vor allem die Plugins machen dieses Entwicklungswerkzeug sehr beliebt. Sie erlauben es Programmierern, die Software an ihre Bedürfnisse anzupassen.
Eclipse - Einführung und Referenz
Das Buch "Eclipse - Einführung und Referenz" von Ramin Assisi führt den Eclipse-Einsteiger durch die Installation, erklärt die einzelnen Elemente der IDE, gibt eine Übersicht über die verfügbaren Erweiterungen und erklärt die erfolgreiche Einbindung von zusätzlichen Plugins in die Plattform.
Nach Abschluss der Installation und Konfiguration stellt der Autor anhand eines kleinen Beispielprojekts die Arbeit mit Eclipse vor. Dabei geht er vorrangig auf die Entwicklung von Java-Applikationen ein. Die Besonderheiten von Eclipse, nämlich SWT und JFace, behandelt das Buch nur - verglichen mit dem Gesamtumfang - relativ kurz. Wichtiger scheint Assisi die Entwicklung eigener Plugins zu sein, womit er sich auch bereits einen Namen gemacht hat.
Interessant und für Einsteiger sinnvoll ist ein Frage-Antwort-Kapitel, das die bei den ersten Schritten häufig auftretenden Fragen beantwortet. Mehr als die Hälfte des Buches nimmt allerdings die vollständige Auflistung der Eclipse-APIs in Anspruch, die auch in der Online-Dokumentation zu finden wäre.
Dem Anspruch auf Vollständigkeit gerecht zu werden ist sicherlich ein hehres Ziel. Allerdings scheint der Autor hier den Versuch unternommen zu haben, neben den Einsteigern auch professionelle Entwickler anzusprechen. Der erste Teil des Buches ist für Eclipse-Anfänger empfehlenswert. Die beiliegende CD-ROM mit der Eclipse-Software erleichtert den schnellen Einstieg. Allerdings besteht beim Kauf des Buches die Gefahr, nur zirka 40 Prozent des Inhalts wirklich zu benötigen. Ob die aus einer API-Auflistung bestehenden übrigen 60 Prozent eine sinnvolle Investition sind, muss jeder Interessent selbst entscheiden.
Hacking - the Art of Exploitation
Titel und Cover lassen Verbotenes vermuten. Wer aber eine Sammlung von Skripten erwartet, die dem gemeinen Skript-Kiddie neue Munition für den globalen Datengau liefern, der irrt. "Hacking - the Art of Exploitation" ist harte Kost und kein Steigbügel für gedankenloses Cracking.
Autor Jon Erickson stellt gleich im ersten Kapitel klar, dass es in diesem Buch darum geht zu verstehen, wie ein Computer arbeitet, wie er beispielsweise Daten im RAM verwaltet und welche Gefahren sich durch Unachtsamkeit oder Nachlässigkeit im Code einschleichen können. Die Lektüre des Buches setzt deshalb beim Leser ein Grundverständnis von Prozessorarchitekturen und Programmiertechniken voraus.
Erickson hält sich nicht lange mit den Grundlagen auf, er steigt direkt ein in die Welt der Stacks, Buffer und Formatstrings. Das Buch gliedert sich nach der kurzen Einführung in drei Teile. Der erste widmet sich der Programmierung. Im zweiten Teil geht es um Netzwerke und deren Techniken, der dritte Teil dreht sich um Kryptographie.
Dem Autor ist durchaus bewusst, dass Cracker das von ihm vermittelte Wissen für ihre Zwecke missbrauchen können. Daher beschreibt er in der Einleitung die Tradition der wahren Hacker, die zurück bis in die ersten Tagen des Modelleisenbahn-Clubs am Massachusetts Institute of Technology reicht. (mwe)
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Ramin Assisi: Eclipse - Einführung und Referenz
Hanser, 2003
960 Seiten
ISBN 3-446-22620-6
60 Euro
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Jon Erickson: Hacking - the Art of Exploitation
No Starch, 2003
264 Seiten
ISBN 1-59327-007-0
40 US-Dollar
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Hans-Georg Eßer: Das große Buch Linux
Data Becker, 2004
1040 Seiten
ISBN 3-8158-2525-3
35 Euro
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Copyright © 2002 Linux New Media AG
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