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Es muss nicht immer Tex sein

Ursprünglich von einem kanadischen Schriftsteller für den Eigenbedarf geschrieben, bietet Mom genau das, was viele Anwender brauchen: Ein einfaches und dennoch umfangreiches Angebot, Texte gut zu gestalten. Florian Cramer geht sogar noch weiter und stellt die Frage, warum die XML/SGML-Systeme alle nur Tex und nicht Groff für die Printausgabe verwenden. Denn seiner Meinung nach wäre Groff ein großartiges Ausgabeformat für XML-basierte Dokumente, wie O\'Reilly ja bereits für die Kombination aus Docbook SGML und Groff mit dem Buch "Programming Perl" bewiesen hat. E

Für Florian Cramer ist Peter Schaffter einer der unbesungenen Helden freier Software, ihn hat besonders beeindruckt, wie offen und schnell Schaffter auf seinen Vorschlag (automatische Generierung eines Inhaltsverzeichnisses) reagierte. Wer Peter Schaffter kontaktieren möchte, sollte sicherstellen, dass die Worte "Groff" oder "Mom" im Betreff vorkommen, da sein Spamfilter alle anderen E-Mails aussortiert.

Auch wenn bei Bedarf noch ein paar kleinere Funktionen hinzukommen dürften, ist Mom mittlerweile als stabil eingestuft und Schaffter möchte den Benutzern die Entscheidung überlassen, welche Erweiterungen sinnvoll sind. Der Entschluss, auch Mom selbst wieder als freie Software unter der GPL herauszugeben, fiel sehr bewusst. Nicht nur als Dank an die Community, sondern auch, weil der Autor sich den gesellschaftlichen Hintergründen freier Software verbunden fühlt.

Studie zur Hacker-Ethik

Es gibt zunehmend Versuche im klassischen Wissenschaftsbetrieb, sich dem Phänomen freie Software zu nähern. In verschiedenen Fachbereichen - von Wirtschaft bis Soziologie - finden sich mittlerweile Diplomarbeiten und Dissertationen zu diesem Thema. So auch die dänische Dissertation[12] zur Hacker-Ethik von Aputsiaq Niels Janussen. Obwohl Aputsiaq bereits freie Software und auch GNU/Linux kannte, hatte er sich bis zum Sommer 2002 nur wenig mit den Hintergründen auseinandergesetzt. Dann weckte unter anderem das GNU-Manifest[13] von Richard Stallman sein Interesse für die philosophischen Hintergründe des GNU-Projekts[2].

Basierend auf dem Buch "Hackers" von Stephen Levy aus dem Jahr 1984 begann er damit, sich ernsthaft mit dem Hacker-Phänomen zu beschäftigen, auch die konstruktive Auseinandersetzung mit "The Hacker Ethic" von Pekka Himanen ist Teil seiner Dissertation. Aputsiaq reichte seine Arbeit am 7. Juli 2003 ein. Sie ist also beendet und steht unter der Free Documentation License. Eine Übersetzung vom Dänischen ins Englische würde der Autor ausdrücklich begrüßen.

Als kleine Anekdote erwähnt Aputsiaq, dass bei seinen Diskussionen mit GNU-Vater Richard Stallman dieser von der Existenz einer Hacker-Ethik nicht besonders überzeugt war.

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