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Objekte und Gruppen

Big Sister fasst die überwachten Netzwerkobjekte zu Gruppen zusammen und versieht sie mit einer gemeinsamen Statusanzeige. Die Netzkomponente mit dem schlechtestem Zustand bestimmt den Zustand ihrer Gruppe. Es ist sinnvoll, Geräte geografisch zu gruppieren und die voneinander abhängigen Dienste und Netzkomponenten zusammenzulegen. So sieht der Admin bei einer Störung auf einen Blick, wer von dem Ausfall betroffen ist und wie es um die SLAs (Service Level Agreements) steht. Per Default gibt es drei Gruppen:

  • »NEW«: Alle Hosts, die von der Sicherheitsrichtlinie zugelassen sind, sich aber zum ersten Mal beim Big-Sister-Server anmelden.
  • »ALL«: Die oberste Ebene der Host-Hierarchie. Diese Gruppe enthält alle bekannten Hosts, aber keine weiteren Gruppen.
  • »UNIVERSE«: Die oberste Ebene der gesamten Hierarchie. In dieser Gruppe befinden sich alle Hosts und auch alle Gruppen.

Bei Big Sister ist es nützlich, sich eine hierarchische Sicht der Dinge anzueignen. Besonders bei den Abhängigkeiten von Diensten und SLAs helfen Hierarchien die Übersicht zu behalten. Jede Hierarchie darf beliebig viele Ebenen enthalten, von jeder Ebene können beliebig viele Zweige ausgehen. Kreisbeziehungen und zu unübersichtliche Strukturen sollte man aber vermeiden.


Abbildung 1: Big Sister zeigt den Zustand des Netzwerks in übersichtlichen Tabellen (rechts unten). Sie bindet Grafiken als Imagemap ein (rechts oben) und trägt dort den Zustand der Geräte und Verbindungen farbig ein.

Aktueller und alter Zustand

Per Default stellt Big Sister sowohl den aktuellen Zustand der überwachten Systeme als auch die Historie tabellarisch dar. Abbildung 2 zeigt den zeitlichen Verlauf der Zustände. Der Admin kann auf diese Tabellen auch Abfragen nach bestimmten Feldern oder gewünschten Ereignissen anwenden.

Mit etwas zusätzlichem Konfigurationsaufwand füttert Big Sister RRDTool ([5],[6]) mit den gesammelten Daten. Dieses Werkzeug gibt dann den zeitlichen Verlauf einer Messreihe als Graph wieder. Graphen bewähren sich in der Praxis, um morgens während der ersten drei Tassen Kaffee etwas Interessantes zu beobachten statt zu arbeiten - richtig angewendet liefern sie aber auch sehr nützliche Hinweise auf das Normalverhalten (die Basislinie) des Netzwerks.

Wichtig ist oft die Vorgeschichte eines Problems. Mit Graphen lässt sich nachträglich feststellen, was im Umfeld eines Ausfalls geschehen ist. Ist die Disk plötzlich vollgelaufen, etwa durch einen unliebsamen Benutzer, oder kontinuierlich im Rahmen der üblichen Arbeiten? Hat sich die Netzlast plötzlich und unerwartet erhöht, beispielsweise durch eine Denial-of-Service-Attacke, oder handelt es sich um eine normale Spitzenlast? Graphen liefern Hintergrunddaten bei der Analyse von Ausfällen und helfen so, die passenden Maßnahmen zu finden, um Ausfälle künftig zu vermeiden.

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