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Software entwickeln unter Linux

Rund-Umschlag

von Achim Leitner
Erschienen im Linux-Magazin 2003/11

Wer einfache Aufgaben wie das Bedrucken von Briefkuverts nicht mit dem Office-Hammer lösen will, greift zu Perl und schreibt selbst ein passendes Programm. Weitere Themen: Programme mit Tcl steuern, Java mit KDE-Oberfläche ausstatten und C-Funktionsaufrufe beschleunigen.

Inhalt

104 | Perl-SnapshotUmschläge für Serienbriefe mit Perls Postscript-Modul drucken.

108 | GCC-CalloptimierungWir zeigen, wie GCC Code beschleunigt und wie neue Optimierungen entstehen.

112 | Feder-LesenExterne Programme per Tcl-Skript steuern und mit einem GUI ausstatten.

116 | Coffee-ShopPerformante und salonfähige KDE- Programme in Java programmieren.

In Postscript kann man zwar ganze Programme schreiben, die Sprache ist jedoch recht unhandlich. Mit Perls Postscript-Modul ist es viel einfacher, Druckdateien zu erzeugen. Michael Schilli zeigt im Perl-Snapshot, wie ein gestandener Perl-Programmierer Umschläge für Serienbriefe druckt.

Carsten Zerbst erklärt im Feder-Lesen dieses Mal, wie praktische Oberflächen für Kommandozeilentools entstehen. Er nutzt dafür Tcl und Tk und entwickelt ein einfaches Ping-GUI. Grafische Oberflächen sind auch das Thema des Coffee-Shop-Artikels: Mit QT-Bindings entwickeln Java-Programmierer moderne und leistungsfähige GUIs.

Die GNU Compiler Collection erzeugt Code für über hundert Plattformen, übersetzt mehrere Programmiersprachen und optimiert den Maschinencode. Dass sich auch ein einzelner Entwickler und GCC-Neuling in den Millionen von Codezeilen zurechtfinden und eine weitere Optimierung ergänzen kann, beweist unser Autor Andreas Bauer.

Die Jury hat entschieden

Intuitive Lernsoftware für Profis war das Thema des Programmierwettbewerbs im Linux-Magazin 06/03: Gesucht wurde ein neues Softwareprojekt, das dem Bediener dabei hilft, ein oder mehrere Protokolle anschaulich und detailliert zu verstehen und anzuwenden.

Nun steht der Gewinner fest: Marcus Beranek mit seinem Projekt namens Prototype (Protocol Type) [http://www.beranek.de/downloads/]. Version 0.1 enthält drei Teile: Das Hauptmodul liest eine XML-Beschreibung des Protokolls und erklärt dessen Pakete. Zwei Plugins ergänzen den Funktionsumfang: ein Simulator (Abbildung 1) sowie eine Baumdarstellung der Abläufe.

Der Preis - ein Paket mit Borlands Kylix 3 Enterprise im Wert von zirka 2500 Euro - geht in den nächsten Tagen an den Gewinner


Abbildung 1: Im Simulator-Plugin des Programms Prototype führt der Benutzer einzelne Schritte einer SMTP-Verbindung aus.

Programmierer-Software


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