Es geht auch ohne
Für den Fall, dass das Skript ohne Gimp läuft (es erkennt dies in Zeile 79 an der gesetzten »-Variable), speichert die »file_png_save«-Methode das Bild in der angegebenen PNG-Datei mit einem Kompressionsfaktor von »6«. Wie der DB-Browser zeigt, folgen noch fünf Integer-Parameter, die hier alle auf »1« gesetzt sind. Zeile 109 gibt die Kontrolle an Gimp zurück - fertig. Die angehängte POD-Dokumentation hilft dem Skript- und dem Gimp-Benutzer.
Ohne Gimp läuft das Skript auch ohne Fortschritts- und sonstige Anzeigen. Da es dennoch fast alle Gimp-Funktionen benötigt, bezahlt der Anwender mit einer langen Startphase. Um das zu umgehen, kann er aber auch eine Gimp-In- stanz starten und den Menüpunkt »Xtns | Perl | Server« anwählen. Er startet damit in Gimp einen Server, den sich das extern ablaufende Skript beim Start automatisch sucht und anschließend nutzt. Aber Vorsicht: Dem Skript übergebene relative Pfadangaben für Bilddateien müssen sich dann auf das Startverzeichnis von Gimp beziehen, nicht auf das des Skripts.
Installation
Das Skript benötigt die fünf Module »XML::Parser«, »XML::Writer«, »PDL«, »Log::Log4perl« und »Gtk«. Sie lassen sich reibungslos mit einer CPAN-Shell installieren. Falls es mit »Gtk-Perl-0.7009« Probleme gibt, klappt meist die manuelle Installation:
perl Makefile.PL --without-guessing
make
make install
Das Skript nutzt »Log::Log4perl« um anzuzeigen, was es gerade treibt. Wem das auf die Nerven geht, kann es einfach abstellen, indem er den Log-Level in Zeile 14 auf » hochsetzt.
Die Module »Gimp« und »Gimp::Fu« sind zusammen mit den Gimp-Sourcen erhältlich:
wget ftp://ftp.gimp.org/pub/gimp/v1.2/v1.2.5/gimp-1.2.5.tar.gz
tar xzvf gimp-1.2.5.tar.gz
Im Verzeichnis »gimp-1.2.5/plug-ins/perl/« ist danach das komplette Perl- Instrumentarium zu finden, installiert wird es wie üblich mit dem Dreisatz:
perl Makefile.PL
make
make install
Allerdings musste ich die Distribution korrigieren, indem ich eine Datei »po/ Makefile« einfügte. Sie enthält eine einzige Zeile, die mit »install:« ein leeres »install«-Target anlegte.
Um das Skript »dreamify« in Gimp zu verwenden, muss es ins Skriptverzeichnis, von wo es Gimp beim Programmstart einliest und die Registrierung vornimmt. Das Kommando
gimptool --install-bin dreamify
installiert das neue Plugin in das Verzeichnis »~/.gimp-1.2/plug-ins/« - fertig ist der Lack: Gimp starten und auf Knopfdruck Bilder verträumter dreinschauen lassen! (fjl)
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Michael Schilli arbeitet als Web-Engineer für AOL/Netscape in Mountain View, Kalifornien. Er hat "Goto Perl 5" (deutsch) und "Perl Power" (englisch) für Addison-Wesley geschrieben und ist unter [mschilli@perlmeister.com] zu erreichen. Seine Homepage ist [http://perlmeister.com].
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