Lilo statt Grub
Als Bootloader dient Lilo, da er ab der Version 22.0 einen Notfall-Bootcode in den Master Boot Record der anderen Raid-Laufwerke schreiben kann. Somit ist bei einem Ausfall von »hda« gewährleistet, dass das System von »hdb« oder »hdc« booten kann. Grub besitzt diese Fähigkeit nicht.
Lilo wird für den Umbau mit der Option »boot = /dev/hda« eingerichtet. Die Swap-Partition wird als Raid 5 ausgelegt. Denkbar wäre es auch, drei einzelne Swap-Partitionen zu nutzen. Wer sehr großen Wert auf die Stabilität des Systems bei einem Plattenausfall legt, sollte Swap auf einen Raid-5-Verbund legen. Selbst wenn bei Benutzung des Swap eine Platte ausfällt, kommt der Kernel damit gut zurecht.
Während des Umbaus wird dem Kernel die aktuelle Systemplatte »hdc« als defekte dritte Platte im Raid-Array vorgetäuscht. Dieses Verfahren funktioniert auch mit zwei Festplatten beim Aufbau eines Raid 1.
Kernel-Optionen
Im Kernel 2.4 muss die Unterstützung für Multiple Devices aktiviert sein, wie in Abbildung 1 zu sehen. Zudem sollte das Root-Dateisystem fest in den Kernel eingebunden sein. Für die alten Kernel 2.0 und 2.2 gibt es unter[2] entsprechende Patches. Ist der Kernel fertig kompiliert und installiert, geht es an die Einrichtung und Verwaltung des Raid. Zur Auswahl stehen das Raid-Tools-Paket (Version 1.0,[4]) und das Programm »mdadm«[5]. Im folgenden Beispiel kommen die Raid-Tools zum Einsatz.

|
Abbildung 1: Im Kernel muss die Unterstützung für Multiple Devices aktiviert sein, das ist bei den meisten aktuellen Distributionen Standard.
|
Zum Abschluss der Vorarbeiten müssen Sie noch den Swap-Bereich per »swapoff -a« abschalten und danach den Eintrag in der Datei »/etc/fstab« auskommentieren. Auf den beiden Festplatten »hda« und »hdb« legen Sie mittels »fdisk« jeweils drei Partitionen mit dem Typ »0xfd Linux raid auto« an (Kasten "Partitionierung der Raid-Festplatten"). Am Partitionstyp erkennt der Kernel beim Booten, dass es sich um ein Software-Raid handelt.
| Whitepaper |
|
Daten Migration - Eine Publikation von Bloor Research
Datenmigrationsprojekte überschreiten häufig das Budget, neigen zu Verzögerung und werden unter Umständen komplett abgebrochen. Bloor Research ist eines der weltweit führenden IT-Forschungs-, Analyse- und Beratungsunternehmen und wird in dem vorliegenden White Paper die wichtigsten Aspekte dieser Problematik näher beleuchten. Ferner werden praktische Empfehlungen für erfolgreiche Migrationsprojekte gegeben, die Sie auf Ihr nächstes Projekt übertragen können.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
|
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele
Über die letzten Jahre hinweg haben sich Open Source Lösungen als fester Bestandteil des gesamten Datenintegrationsmarktes etabliert. Viele Unternehmen haben bereits das Open Source Modell für Ihre Datenintegrationsprojekte aufgegriffen. Das vorliegende White Paper illustriert anhand ausgewählter Fallstudien und Anwendungsbeispiele die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links"
nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedrucken Fassung entsprechen.
|