Frühjahrsfachgespräch der German Unix Users
Group
Frühlingsstimmung
von Achim Leitner
Erschienen im Linux-Magazin
2003/06
Hinter dem Namen Frühjahrsfachgespräch versteckt sich ein interessanter Kongress für Sysadmins und professionelle Unix-Anwender. Dieses Jahr informierten sich 170 Teilnehmer vom 26. bis 28. März in Bochum.

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Abbildung 1: Insgesamt 170 Sysadmins, Unix-User und Mitglieder der GUUG nahmen am FFG in Bochum teil.
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Trotz akademisch klingenden Namens war es eine praxisnahe Kombination aus Tutorials und Konferenz: das Frühjahrsfachgespräch (FFG,[1]) der German Unix Users Group (GUUG). Die diesjährige Ausgabe fand vom 26. bis 28. März 2003 an der Ruhr-Universität in Bochum statt. Mit 170 Teilnehmern freuten sich die Veranstalter über ein 30-prozentiges Wachstum gegenüber dem Vorjahr.
Der Ablauf erinnert an den Linux-Kongress - beide werden ja auch von der GUUG organisiert. Der erste Tag gehörte den Tutorien. Vier von fünf Kursen behandelten typische Admin-Aufgaben (Intrusion Detection und Forensik, Speichernetze, Exim und Samba). Sie waren mit je 15 bis 50 Teilnehmern stärker besucht als der mit dem Programmierer-Thema (Java und XML).
An den beiden Folgetagen hatten die Besucher die wegen der vielen interessanten Themen nicht gerade leichte Wahl zwischen zwei parallelen Tracks. Stark vertreten waren Security-Vorträge, von den Hintergründen bei Buffer Overflows über WLAN-Themen und IPsec bis zur Inventarisierung und Bewertung von IT-Risiken. Neben weiteren Sysadmin-Themen wie Speichernetze und High Availability fanden auch einige Vorträge für Software-Entwickler statt, von Erlang über Rexx bis zu den unvermeidlichen Web-Themen.

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Abbildung 2: Teilnehmer der Podiumsdiskussion (von links): Wolfgang Sachs (Moderator), Matthias Mann, Ulf Troppens, Thomas Maus und Benedikt Stockebrand.
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Viel Open Source
Auffallend war die Konzentration auf Open Source. Einige der Vortragenden entschuldigten sich sogar, wenn sie proprietäre Systeme erwähnten oder sogar benutzten. Am häufigsten kamen Linux, FreeBSD und NetBSD zur Sprache, wenn jemand sein hauptsächlich eingesetztes Arbeitssystem nannte.
Passend zur Ausrichtung auf Netz- und Systemadministratoren sowie professionelle Unix-Anwender zog sich die Frage nach dem Berufsbild des Administrators quer durch die Veranstaltung. Die Gruppe Sage@guug (System Administrators\' Guild) hat einen Beitrag[2] zu diesem Thema geschrieben und hofft nun auf ausführliche Stellungnahmen.
Auch die Podiumsdiskussion (siehe Abbildung 2) zum Abschluss der Tagung wandte sich dem Berufsbild zu: Wie kann es der Admin schaffen, aus der virtuellen IT-Putzfrauen-Rolle auszubrechen um aktiv die Entscheidungsprozesse zu beeinflussen?
Nach der Überzeugung des Podiums muss er neben fundierten technischen Kenntnissen auch die Sprache des Managements beherrschen, also vor allem die finanziellen Folgen seiner Entscheidungen hervorheben.
Fazit
Die GUUG hat mit dem Frühjahrsfachgespräch eine weitere professionell organisierte Konferenz im Programm. Obwohl die Veranstaltung auch Entwicklerthemen aufgreift, wendet sie sich eindeutig an Sysadmins. Sie bietet in kompakter Form aktuelle Informationen und Hintergründe für alle, die täglich mit Unix, Linux oder einem BSD arbeiten.
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