Download und Installation
Die Referenzimplementation ist auf der Jakarta-Webseite[4] verfügbar, aktuell ist hier die Version 1.0.3. Informationen sind auch über die JSTL-Homepage bei Sun[5] erhältlich, doch wer sich die Links ansieht, stellt schnell fest, dass diese oftmals ihrerseits nur auf die Jakarta-Seiten zeigen.
Wie es bei Jakarta-Software üblich ist, beschränkt sich die Installation auf ein simples Auspacken, zum Beispiel unterhalb »/usr/local«. Wieder bietet es sich dabei an, einen symbolischen Link von »/usr/local/jstl« auf »/usr/local/jakarta-taglibs/standard-1.0.3« zu setzen. Das erleichtert spätere Updates, ohne jedes Mal die Pfade in den Build-Dateien anpassen zu müssen.
Die Einbindung der JSTL in eigene Applikationen ist seit dem JSP-Standard 1.2 sehr einfach geworden. Die JAR-Bibliotheken der Taglib landen im »WEB-INF/lib«-Verzeichnis der jeweiligen Anwendung. Mehr ist nicht nötig. Im Rahmen des Build-Prozesses passiert dies genau ein Mal, typischerweise im »prepare«-Task.
Was ist drin?
Ohne XML geht es auch bei Taglibs nicht. Der Inhalt einer Taglib (also verfügbare Tags, Attribute, URI und so weiter) muss beschrieben sein, damit der JSP-Compiler den richtigen Java-Code verwenden kann. Die XML-Datei heißt Tag Library Descriptor und wird mit TLD abgekürzt. Wenn sich die TLD-Datei im »META-INF«-Verzeichnis der JAR-Datei befindet, ist - wie oben für die JSTL-Taglibs beschrieben - weiter nichts zu tun. Ansonsten muss man die TLD-Datei noch ins »WEB-INF«-Verzeichnis der Anwendung kopieren.
Obwohl sich die JSTL-Bibliotheken an den Standard halten, liegen die TLD-Dateien trotzdem nochmals getrennt im Unterverzeichnis »tld« der JSTL-Distribution vor. Das ist einerseits nützlich, da sie gewissermaßen die letztinstanzliche Referenz der Taglib-Eigenschaften darstellen und andererseits die Installation der Taglibs für Anwendungen erleichtern, die in einem JSP-1.1-Container laufen sollen. Wie hier die Einbindung in die Applikation aussieht, ist in dem Kasten "Taglibs in 1.1-Containern" näher beschrieben.

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Abbildung 1: Die Ausgabe von Suchergebnissen.
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