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Spezifikationen unterschiedlicher Grafikformate

Tux liest

von Fred Andresen
Erschienen im Linux-Magazin 2002/02

Wer Bildinformationen verwaltet oder bearbeitet, steht vor dem Problem unterschiedlicher Grafikformate. Wenn es sich eher um eine Nebenaufgabe handelt, hilft oft auch ein Kurzhandbuch.

Die Anforderungen an alle, die Bildinformationen zentral, etwa in Internet oder Intranet zur Verfügung stellen, wachsen im gleichen Maße wie die Verbreitung von Digitalkameras oder Grafiktools. Da einerseits - begünstigt durch steigende Bandbreiten und Grafik-Hard- und -Software - der Input wächst, andererseits die Anforderungen an den Zugriff auch in heterogenen Umgebungen steigen, sollte daher selbst ein Administrator zumindest Grundkenntnisse der entsprechenden Formate haben.

Aus dem mitp-Verlag kommt ein kleines Lexikon der Grafikformate, die im Printmedien-Bereich und im Internet am weitesten verbreitet sind. Da zunehmend auch die Verfügbarkeit entsprechender Bildinformationen auf Linux-Servern oder -Desktops eine Rolle spielt, liest sich auch unser Pinguin hier ein.

Handliches Format

Das Büchlein aus der GE-PACKT-Reihe ist kleinformatig, ja handtaschengerecht. Produktionsbedingt finden sich die wenigen farbigen Seiten zusammengefasst nach einem Kapitel über Farbsysteme und Farbmanagement. Das ist zwar nicht luxuriös, ermöglicht aber den günstigen Preis des Buchs und wirkt nicht weiter störend. Schade ist, dass die auf den jeweiligen Seiten besprochenen Formate beziehungsweise deren Kürzel nicht in der Marginalspalte oder in der Kolumne erscheinen, die gesuchten Seiten wären dann leichter zu finden.

Erklärungen gibt es zu allen gebräuchlichen Grafikformaten. Die jeweiligen Datenstrukturen werden beschrieben, aber auch technische Spezifikationen wie zum Beispiel Kompressionsverfahren, Farbwerte oder der Datenaustausch mit anderen Anwendungen sowie die entsprechenden Optionen.

Systematisch dargestellt

Soweit bei Bearbeitung oder Speicherung einzelner Formate wesentliche Punkte zu beachten sind, werden sie gesondert beschrieben. Daneben finden sich auch Hintergrundinformationen, etwa zur Entwicklung der einzelnen Formate oder zu den Urheberrechten. Es sind gerade diese Erklärungen, die - unterstützt durch die Vielzahl eingestreuter Grafiken und Screenshots - das Verständnis erhöhen und zum guten Eindruck des Buchs beitragen.

Der Autor bietet im einleitenden Kapitel eine Einführung in Formattypen und Datenkompression und vermittelt so die gemeinsamen Grundlagen für die folgenden Kapitel, die sich auf spezielle Anwendungen beziehen.

Das Buch ordnet die einzeln dargestellten Formate nach Anwendungsbereichen, bei denen die klassische Bildbearbeitung einen großen Teil des Inhalts beansprucht. Dass hier der Marktführer Adobe Photoshop eine besondere Rolle spielt, liegt wohl in der Natur der Sache und bedeutet auch nicht, dass andere Anwendungen oder Bereiche vernachlässigt werden: Plattform- und Hersteller-spezifische Formate im Allgemeinen, 3D-, CAD- und Dokumentenformate finden ebenso Raum wie die zurzeit gebräuchlichen Multimediaformate, darunter Soundformate und moderne Internet-Animationen

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