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CD-Brennen für Profis

Heiße Scheiben selbst gemacht

von Jan Kleinert
Erschienen im Linux-Magazin 2001/07

CD-Standards wie Sand am Meer - benannt nach farbigen Büchern -, ein unübersichtlicher Gerätemarkt, der Kick beim geglückten Start der ersten eigenen bootfähigen CD und Vertrauen bildende Festplatten-Images lieferten die Gründe für den Schwerpunkt in dieser Ausgabe.

Brennen ist leicht: Brenner einbauen, Linux starten, eventuell ein Kernel-Modul einbinden, das Brennprogramm starten, die gewünschten Verzeichnisse auswählen, Rohling in die Lade und Record.

Schwerpunkt CD-Brennen

  • Alles über CD-Formate: Seite 28
  • X-CD-Roast und Gcdmaster: Seite 46
  • Vergleichstest CD-Brenner: Seite 52
  • Boot-CDs erstellen: Seite 60
  • Recovery-CDs selbst gemacht: Seite 66

Kann sein, dass das funktioniert. Kann sein, dass es nicht funktioniert. Das einzige, was garantiert werden kann, ist, dass Sie nicht mal annähernd die Möglichkeiten ausnutzen werden, die die Technik und Linux bieten.

Zu neuen Einsichten verhelfen die Spezifikationen guter Brenner oder die Manpage von Mkisofs auch nicht unbedingt: Red Book, Yellow Book, Rock Ridge Extensions, Joliet- und Mac-Formate, Multisession per Orange Book oder Blue Book, das überholte Green Book und Videos nach White-Book-Standard und, und, und.

Möglichkeiten und potenzielle Probleme verzahnen hier aufs Engste miteinander. Darum führt gleich der erste Beitrag auf zehn Seiten in alle Geheimnisse der CD-Formate ein. Das gestaltet sich weniger akademisch als es klingt, da der Autor auch immer gleich die Umsetzung unter Linux beschreibt. En passant erfährt der Leser, dass die Datenspirale einer CD ausgerollt 5680 Meter lang wäre.

5,7 Kilometer in rund sechs Minuten zu beschreiben ist das Kunststück, das aktuelle Brenner vollbringen müssen. Logisch, dass die Unterschiede zwischen den Geräten nicht nur preislicher Art sind. Unser Writer-Test rückt darum Stärken und Schwächen zehn neuer Geräte --- davon acht mit ATAPI-Schnittstelle --- ins rechte Licht.

CD ins Laufwerk, den Rechner (re-)booten und ein unzerstörbares Linux bootet --- jedes halbwegs moderne BIOS unterstützt diese Funktionalität. Bleibt die kleine Frage zurück, wie man bootfähige CDs mastert. Diesem Thema widmet sich der Beitrag ab Seite 60.

In der Theorie muss ein funktionierendes Root-Filesystem mit Kernel und Linuxrc gebastelt werden. Hindernisse sind Verzeichnisse, in die Linux unbedingt schreiben will wie /tmp, /var und /dev. Das CD-Format muss dem El-Torito-Standard genügen, der zum Boot-Zeitpunkt dem System eine Diskette vorgaukelt. In der Praxis ist Mkisofs mit seinem Optionen-Zoo dafür zuständig.

Bei zerschossener Festplatte kommt die Recovery-CD zum Zug

"Platte bügeln" ist der Beitrag überschrieben, der unter Schulungs-PC-Administratoren, Eltern computerbegeisterter Kinder, Betriebssystem-Bastlern, unbelehrbare Dauernd-Root-Account-Benutzern und anderen Seiltänzern ein Sicherheitsnetz spannt.

Diese können dort nachlesen, wie sie vom Inhalt ihrer Festplatte ein Image erzeugen und auf CD sichern. Zum Wiederherstellen im Krisenfall reicht eine Bootdiskette mit Linux --- oder die CD bootet selbst.

Um schnell eine Audio-CD (Red Book) oder Daten-CD (Yellow Book) zu mastern braucht keiner die Optionen von Mkisofs oder Cdrdao auswendig zu lernen. Dafür gibt es grafische Frontends. Die beiden unserer Meinung nach besten stellt der Beitrag ab Seite 46 vor.

Mit Linux, einem Brenner und dem folgenden Know-how ausgestattet wird ein Jeder in überschaubarer Zeit zum Brenn-Profi.

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