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Alles zu Ruby online

Das gedruckt ziemlich teure Buch gibt es derzeit nur in Englisch. Es ist recht aktuell, was auf die offizielle Referenzdokumentation leider nicht unbedingt immer zutrifft. Ruby ist halt eine japanische Entwicklung und eine aktuelle Dokumentation erscheint meist erst in Japanisch, um dann mit etwas Glück ins Englische übersetzt zu werden.

Es sind sogar die XML-Quellen des Buchs verfügbar. Der XML-Code ist allerdings hässlich, wie einer der Autoren bestätigte, der den XML-Code aus TeX-Code extrahiert hat. Immerhin kann man sich aus den XML-Dateien recht passable Kurzreferenzen basteln oder das Buchlayout an eigene Vorstellungen anpassen. Passender XSLT-Code für die Umwandlung liegt dem Buch leider nicht bei - man muss sich da schon selbst etwas ausdenken.

Beispielsweise mit Hilfe der Klasse xmlparser oder einer der anderen XML-Erweiterungen, die man im Ruby Application Archive [6] oder auf Ruby Mine [7] findet. Dabei empfiehlt es sich oft, nicht dem Downloadlink direkt zu folgen, sondern auf der Homepage der jeweiligen Erweiterung nach einer neueren Version zu suchen, da jeder Autor zuerst seine Homepage updatet.

Der Rest - wie er im Buche steht

Kommen wir zum Ende des Artikels. Ein paar Dinge wurden nicht angesprochen - zum Beispiel Threads -, da dieser Artikel kein Buch ersetzen soll. Informationen zu Threads und zum Rest von Ruby findet man natürlich im erwähnten Online-Buch und vielleicht auch in diversen anderen Online-Dokumenten, die mit jeder guten Suchmaschine im Netz zu finden sein sollten.

Eine aktuelle Referenz erhält man über das Tool ri, das im Application Archive zu haben ist. Der Aufruf ri File spuckt beispielsweise alle Methoden der File-Klasse aus. Der Konsolen-Einzeiler ruby -e `puts File .methods.join("n") tut das zwar auch, allerdings ohne nähere Erklärungen. Für weitere Informationen ist auch die englische Ruby-Mailingliste gut (Infos auf der Ruby-Homepage). Wer dort mitliest, behält den Überblick über aktuelle Entwicklungen und kann sogar an der weiteren Entwicklung teilhaben, da "Matz" Matsumoto vor Änderungen erst mal in der ML nachfragt.

Flatrate- und sonstige Dauer-Surfer können schließlich noch im IRC über den Server irc.openprojects.net den Kanal #ruby-lang ansteuern, in dem sich stets ein paar Ruby-Enthusiasten finden, unter anderem auch Autoren des Online-Buchs.

Wer sich weiter mit Ruby beschäftigt, sollte sich auf jeden Fall noch den Unterschied zwischen Codeblocks von Iteratoren und dem Code innerhalb von while, until und if anlesen - und welche der Variablen lokal veränderbar sind oder auch nicht. Viel Spaß dabei. ( uwo)

Infos

[1] Welche Sprache ist besser?: http://www.perl.com/pub/2000/12/advocacy.html

[2] Ruby Homepage: http://www.ruby-lang.org/en/

[3] Thomas, Hunt, Matsumoto: Programming Ruby; Addison-Wesley; ISBN 0201710897

[4] Online-Version des Buchs: http://www.pragmaticprogrammer.com/ruby/

[5] ruby-gtk: http://www.ruby-lang.org/gtk/en/

[6] Ruby Application Archive: http://www.ruby-lang.org/en/raa.html

[7] Ruby Mine: http://www.ale.cx/mine/raa.html

[8] Ruby-FAQ: http://www.ruby-lang.org/

[9] Open Directory Project: http://www.dmoz.org/Computers/Programming/Languages/Ruby

Der Autor

Tjabo Kloppenburg studiert genau genommen E-Technik an der Uni Siegen, hat sich jedoch in Richtung IT spezialisiert. Gibt es etwas Schöneres, als IT-Skripte zu basteln? Er findet: nein.

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