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CeBIT 2001

Erschienen im Linux-Magazin 2001/05

Vom 22. bis 28. März war wie schon in den Vorjahren der Stand der Linux New Media von Interessenten umlagert.

Midori Linux von Transmeta

Transmeta stellt auf der CeBIT Midori Linux vor. Die erste öffentliche Version 1.0 Beta1 wurde aber bereits am 13. März freigegeben.

Midori ist das japanische Wort für Grün und dies beschreibt eine Zielsetzungen der Distribution: die Entwicklung energiesparender Geräte mit Linux. Daneben hat Midori Linux natürlich noch mehr zu bieten - einen schnellen Bootvorgang, geringen Speicherverbrauch, Netzwerkanbindung, einfache Benutzbarkeit und Anpassungsfähigkeit.

Midori Linux unterstützt x86-kompatible Prozessoren, besonders Transmetas Crusoe. Die Hardware für eine typische Internet Appliance mit Midori stellt sich Transmeta so vor: stromsparende x86-CPU, speziell angepasste Firmware und BIOS, bootfähiger Flash-Speicher (Compact Flash), 2D-Grafikbeschleuniger, kleines LC-Display mit Touchscreen, Sound-Erzeugung, Betrieb ohne Platten und Lüfter, keine externen Eingabegeräte, drahtlose Vernetzung, beispielsweise mit Wireless Ethernet sowie Standard-Interfaces (USB, PCMCIA, Onboard-PCI und IDE-Komponenten).

Auch am Kernel selbst gibt es viele Verbesserungen, die bisher zumindest zum Teil noch nicht in offiziellen Kernelversionen zu finden sind. Die Powermanagement-Fähigkeiten mit ACPI wurden erweitert, auch Crusoe-spezifische Änderungen finden sich im Kernel.

Das System bootet aus dem Flash-ROM und kommt auch im Betrieb ohne Festplatte aus. Der Init-Prozess ist vereinfacht worden, statt des recht komplexen System V-Init kommt ein einfacher skriptbasierter Init-Vorgang zum Zuge. Midori verzichtet auf einen Login-Prompt, aus Platzgründen ist auchdie Anzahl der Unix- Dienstprogramme minimiert.

Als grafische Oberfläche dient ein XFree 4-basierter Server, ergänzt durch die Library Gtk+ sowie den Icewm-Window-Manager.


Die Ästhetik von Midori Linux.

VShop mit Quellcode

Die Frankfurter Firma Intradat AG hat sich dazu entschlossen, ihre Online-Shop-Software VShop in Zukunft mit Quellcode freizugeben. Über die Vertriebskanäle sowie die unten angegebene URL wird dann die jeweils aktuelle VShop-Version zur Verfügung gestellt. Sie darf verändert, erweitert, kompiliert und für die eigene Anwendung kostenlos genutzt werden, sofern keine Hilfe Dritter in Anspruch genommen wird.

Die VShop-Architektur ist in Version 3 mit modular aufgebauten Funktionen neu gestaltet und sowohl unter verschiedenen Datenbanken als auch als Apache-Modul - also für den meistbenutzten Internet-Server - lauffähig.

Jeder Entwickler hat zudem die Möglichkeit, am VShop-Developer-Programm von IntraDAT teilzunehmen und damit eine Vergütung für seine Entwicklungsleistung zu erhalten. Unternehmen, die VShop mit externer Hilfe installieren, anpassen oder administrieren lassen, und Entwickler, die VShop-Anwendungen Dritten entgeltlich überlassen, können nach wie vor eine kommerzielle Software-Lizenz kaufen. (http://www.vshop.org)

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