Jam
Im Gegensatz zum vorherigen Projekt konzentriert sich Jam [7] auf Musik-CDs. Es ist in der Lage, sowohl MP3 CDs als auch normale Musik-CDs zu verwalten. Jam erfasst alles in einer MySQL-Datenbank.
Besonders interessant ist auch die Möglichkeit, CD-Listen als XML-Files zu ex- beziehungsweise importieren. Da die Datenbank auch ein "Owner"-Feld besitzt, kann man zum Beispiel die Listen eines Freundes importieren und weiß so über dessen Bestand ebenfalls Bescheid.

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Auch auf der Textkonsole können Informationen übersichtlich dargestellt werden diese Erkenntnis belegt uns ein Blick auf die Oberfläche des CD-Katalogisierungsprogramms Jam
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Geschrieben wurde Jam von Fabian Mörchen und Thomas Schwarzpaul unter der GNU General Public License. Unschön ist dass Jam auf einige proprietäre (wenn auch kostenlose) Bibliotheken zurückgreift. Dies erzeugt im Wesentlichen dieselbe Problematik, wie sie KDE vor ein paar Jahren hatte. Daher wäre es auf längere Sicht wohl besser, die proprietären Komponenten entweder durch Freie Software zu ersetzen oder daran zu arbeiten, diese zu Freier Software zu machen.
Als Problem sehen die Autoren im Moment noch die Installation an, die auf manchen Systemen nicht automatisch funktioniert. Glücklicherweise ist es relativ einfach, das Programm von Hand zu installieren. Was weitere Features angeht, so ist vor allem eine GUI geplant, da Jam bisher rein kommandozeilenorientiert ist. Außerdem möchten die Autoren gerne ein Output-Backend für HTML und TeX hinzufügen. Jam soll auch Playlists verwalten lernen und diese dazu zu verwenden, CDs oder Tapes zu erzeugen. Für die Zukunft ist auch geplant einen MP3-Player und -Encoder anschließen und CD-Cover drucken zu können. Bis dahin ist noch einiges zu tun und Hilfe ist ausdrücklich willkommen.
Entstanden ist das Projekt ursprünglich als Studienarbeit, die den Autoren dann so gut gefiel, dass sie sie als Freie Software herausgegeben haben. Dies hat noch den Nebeneffekt, dass der Sourcecode sauber strukturiert und leicht verständlich ist.
GNU Font Editor
Der GNU Font Editor (GFE) [8] ist ein junges GNU Projekt von Anuradha Ratnaweera. Es handelt sich dabei um einen GTK+ basierten grafischen WYSIWYG-Editor für Fonts, der nach seiner Fertigstellung sowohl Raster- als auch Vektor-Zeichenätze unterstützen wird. Die Zielgruppe sind dabei professionelle Designer und Endanwender.
Da die bisher existierenden Programme größtenteils nur über die Kommandozeile benutzbar waren beziehungsweise auf nicht-freien Toolkits wie Motif basierten, sah der Autor hier Handlungsbedarf. Allerdings wird er sich bei seiner Arbeit durchaus an bestehenden Lösungen wie den GNU-Fontutils orientieren. Momentan unterstützt GFE nur BDF-Zeichensätze, daher ist der nächste wichtige Schritt auch die Unterstützung von PCF-Zeichensätzen (für X-Window) und danach PS-Fonts. Später will er sich dann TTF und anderen Formaten annehmen.
Schwierigkeiten erwartet er spätestens in dem Moment, wenn die vektorbasierten Fonts mit aufgenommen werden, da die gemischte Repräsentation bisher noch nicht vollständig durchdacht ist. Wenn GFE allerdings fertig ist, wird es ein außerordentlich nützliches Tool sein, da mit ihm Fonts verschiedener Formate in nur einem Programm ineinander überführt werden können. Zudem wird es sich optisch sehr gut in die GTK/GNOME GUI einfügen. Bis dahin muss jedoch noch einiges getan werden und Anuradha hätte vor allem gerne mehr Leute auf der Mailingliste, für mehr gegenseitige Kontrolle, und um die Entwicklung voran zu bringen.
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