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UPDATE: DFN-CERT-2016-1298 Microsoft Internet Explorer: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u.a. die Ausführung beliebigen Programmcodes [Windows]

14.09.2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.

Historie:
Version 3 (14.09.2017):
Microsoft hat seinen Sicherheitshinweis MS16-095 aktualisiert, um darauf
hinzuweisen, dass Internet Explorer 11 unter Windows 10 Version 1703 für
32-Bit-Systeme und Internet Explorer 11 unter Windows 10 Version 1703 für
x64-basierte Systeme von der Schwachstelle CVE-2016-3326 betroffen sind.
Um vor der Schwachstelle geschützt zu sein, muss das Update 4038788
installiert werden.
Version 2 (14.06.2017):
Im Zuge des Juni-Patchtages aktualisiert Microsoft den Sicherheitshinweise
MS16-095, um darauf hinzuweisen, dass die jetzt veröffentlichten
Sicherheitsupdates des Internet Explorers installiert werden müssen, um
vollständig gegen eine Ausnutzung der Schwachstelle CVE-2016-3326
geschützt zu sein.
Version 1 (10.08.2016):
Neues Advisory

Betroffene Software:

Microsoft Internet Explorer 9
Microsoft Internet Explorer 10
Microsoft Internet Explorer 11


Betroffene Plattformen:

Microsoft Windows 7 SP1 x64
Microsoft Windows 7 SP1 x86
Microsoft Windows 8.1 x64
Microsoft Windows 8.1 x86
Microsoft Windows 10 x64
Microsoft Windows 10 x86
Microsoft Windows 10 x64 v1511
Microsoft Windows 10 x86 v1511
Microsoft Windows 10 x64 v1607
Microsoft Windows 10 x86 v1607
Microsoft Windows 10 x64 v1703
Microsoft Windows 10 x86 v1703
Microsoft Windows RT 8.1
Microsoft Windows Server 2008 SP2 x64
Microsoft Windows Server 2008 SP2 x86
Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64
Microsoft Windows Server 2012
Microsoft Windows Server 2012 R2
Microsoft Windows Vista SP2
Microsoft Windows Vista SP2 x64



Mehrere Schwachstellen im Microsoft Internet Explorer ermöglichen einem
entfernten, nicht authentifizierten Angreifer die Ausführung beliebigen
Programmcodes mit den Rechten des Benutzers. Falls der Benutzer mit
Administratorrechten arbeitet, kann der Angreifer das System vollständig
übernehmen. Darüber hinaus kann der Angreifer Informationen ausspähen. Die
Schwachstelle CVE-2016-3321 ist nur mit einem gültigen Benutzeraccount und
lokalem Zugang zu einem System ausnutzbar.

Die aufgeführten Schwachstellen betreffen jeweils verschiedene Versionen des
Internet Explorers auf unterschiedlichen Varianten von Windows (siehe
Microsoft Sicherheitshinweis MS16-095 - Internet Explorer). Microsoft
klassifiziert das Sicherheitsupdate für den Internet Explorer 9, 10 und 11
auf Windows-Clients als kritisch. Das Update für Windows-Server hat nach
Herstellereinschätzung einen geringere Kritikalität.

Microsoft weist außerdem darauf hin, dass Windows Server 2016 Technical
Preview 5 ebenfalls von den hier aufgeführten Schwachstellen betroffen ist.


Patch:

Microsoft Sicherheitshinweise MS16-095 (Internet Explorer)

<https://technet.microsoft.com/de-de/library/security/MS16-095>


CVE-2016-3329: Schwachstelle in Microsoft Edge und Internet Explorer
ermöglicht Ausspähen von Informationen

Aufgrund der unsachgemäßen Behandlung von Seiteninhalten besteht eine
Schwachstelle im Microsoft Internet Explorer in den Versionen 9, 10 und 11
und in Microsoft Edge, die es einem Angreifer ermöglicht die Existenz
bestimmter Dateien auf einem System nachzuweisen. Ein Angreifer kann diese
Schwachstelle ausnutzen, indem er einen Benutzer dazu verleitet eine
präparierte Webseite zu besuchen, welche zur Ausnutzung der Schwachstelle
gestaltete Inhalte bereitstellt. Ein entfernter, nicht authentisierter
Angreifer kann Informationen ausspähen.


CVE-2016-3326 CVE-2016-3327: Schwachstellen in Internet Explorer und
Microsoft Edge ermöglichen Ausspähen von Informationen

Es existieren zwei Schwachstellen im Internet Explorer in den Versionen 9,
10 und 11 sowie Microsoft Edge, weil Objekte im Speicher nicht ordnungsgemäß
behandelt werden. Dadurch ist ein Angreifer in der Lage, Informationen zu
sammeln, die es ihm ermöglichen das System zu einem späteren Zeitpunkt zu
kompromittieren, wenn es ihm zuvor gelingt, einen Benutzer dazu zu
verleiten, eine hierfür präparierte Webseite zu besuchen. Ein entfernter,
nicht authentifizierter Angreifer kann Informationen ausspähen.


CVE-2016-3321: Schwachstelle in Internet Explorer ermöglicht Ausspähen von
Informationen

Aufgrund der unsachgemäßen Behandlung von Seiteninhalten besteht eine
Schwachstelle im Microsoft Internet Explorer in den Versionen 10 und 11, die
es einem Angreifer ermöglicht die Existenz bestimmter Dateien auf einem
System nachzuweisen. Ein Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen, indem
er sich mit einem gültigen Benutzeraccount auf einem System anmeldet und
eine präparierte Webseite aufruft, welche zur Ausnutzung der Schwachstelle
vorbereitete Inhalte bereitstellt. Ein lokaler, einfach authentisierter
Angreifer kann Informationen ausspähen.


CVE-2016-3293: Schwachstelle in Internet Explorer und Microsoft Edge
ermöglicht Ausführen beliebigen Programmcodes

Der Microsoft Internet Explorer in den Versionen 9, 10 und 11 sowie
Microsoft Edge enthalten eine Schwachstelle, die auf der fehlerhaften
Verarbeitung von Daten im Speicher beruht. Ein entfernter, nicht
authentifizierter Angreifer kann die Schwachstelle dazu ausnutzen,
beliebigen Programmcode mit den Rechten des Anwenders zur Ausführung zu
bringen, wenn es ihm gelingt, einen Anwender auf eine von ihm kontrollierte
Webseite zu leiten. Falls der Anwender mit Administratorrechten ausgestattet
ist, kann dies zu einer vollständigen Kontrolle des Systems durch den
Angreifer führen.


CVE-2016-3288 CVE-2016-3289 CVE-2016-3290 CVE-2016-3322: Schwachstellen in
Internet Explorer ermöglichen Ausführen beliebigen Programmcodes

Der Microsoft Internet Explorer in der Version 11 enthält mehrere
Schwachstellen, die auf der fehlerhaften Verarbeitung von Daten im Speicher
beruhen. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann, wenn es ihm
gelingt einen Anwender auf eine von ihm kontrollierte Webseite zu leiten,
die Schwachstellen dazu ausnutzen, beliebigen Programmcode mit den Rechten
des Anwenders zur Ausführung zu bringen. Falls der Anwender mit
Administratorrechten ausgestattet ist, kann dies zu einer vollständigen
Kontrolle des Systems durch den Angreifer führen.


Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
<https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2016-1298/>

Microsoft Sicherheitshinweise MS16-095 (Internet Explorer):
<https://technet.microsoft.com/de-de/library/security/MS16-095>

Schwachstelle CVE-2016-3288 (NVD):
<http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3288>

Schwachstelle CVE-2016-3289 (NVD):
<http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3289>

Schwachstelle CVE-2016-3290 (NVD):
<http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3290>

Schwachstelle CVE-2016-3293 (NVD):
<http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3293>

Schwachstelle CVE-2016-3321 (NVD):
<http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3321>

Schwachstelle CVE-2016-3322 (NVD):
<http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3322>

Schwachstelle CVE-2016-3326 (NVD):
<http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3326>

Schwachstelle CVE-2016-3327 (NVD):
<http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3327>

Schwachstelle CVE-2016-3329 (NVD):
<http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3329>


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