Open Source im professionellen Einsatz

Was hat freie Software mit einem guten Essen gemeinsam?

Update: Mittlerweile gibt es eine Mailingliste auf der die Veranstaltungen geplant und die Rezepte veröffentlicht werden. Die Liste ist auch bei GMANE verfügbar.

Seit Juli vergangenen Jahres gibt es in München die Open-Source-Treffen. Zwar hat sich die ursprüngliche Idee, eine deutschlandweite Veranstaltungsreihe zu etablieren, bisher noch nicht umsetzen lassen -- dafür laufen die Treffen in München richtig gut. So gut, dass wir mittlerweile monatlich ins Café Netzwerk einladen und dabei unter dem Leitspruch "Jeder vierte Freitag für freie Software" jedes Mal ca. 40-50 Leute begrüßen dürfen.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle, die uns seit Monaten die Treue halten, und natürlich an alle Referenten sowie das großartige Team vom Café Netzwerk -- ohne euch wären die Open-Source-Treffen nicht das, was sie mittlerweile sind!

Doch warum finden sich Monat für Monat so viele Menschen zusammen, die sich eigentlich nicht näher kennen und zudem unterschiedlichen Generationen und Berufen angehören? Ganz einfach: Die Idee vereint. Freie Software, das steht nicht nur für hochwertige, kostenlose Programme, die jedermann nutzen kann, sondern für einen viel größeren Gedanken: Es geht um freies Wissen, offene Standards, ungezwungenen Gedankenaustausch, die Kollaboration vieler und das Erweitern des eigenen Horizonts.

Lässt sich dieses Prinzip vielleicht auch auf andere Ideen anwenden? Wikipedia macht es uns vor, und bringt Open Source von der technischen Ebene hin zu etwas, an dem jeder aktiv partizipieren kann, unabhängig von seinem technischen Vorwissen -- vom Konsumenten hin zum Produzenten, bei der gemeinsamen Arbeit an einer Enzyklopädie.

Ob das wohl schonmal jemand mit Kochen probiert hat?

Freie Software ist wie ein gutes Essen. Jeder einzelne Beitragende ist ein Koch, vom Programmierer über den QA-Verantwortlichen bis hin zum Übersetzer und Marketing-Vertreter. Die verschiedenen Aufgaben und Codeteile, mit denen diese Köche betraut sind, das sind die Zutaten. Das Rezept ist der Prozess, wie sie jede einzelne Zutat verarbeiten. Und das, was dabei herauskommt, das ist meistens nicht nur gesund und günstig, sondern schmeckt zudem auch noch ziemlich lecker.

Warum also nicht die Brücke schlagen zwischen dem virtuellen Kochen im Sourcecode und dem reellen Kochen? Aus diesem Grund lädt das Café Netzwerk in Zusammenarbeit mit vielen Open-Source-Enthusiasten ein zum

Ersten Open-Source-Kochen
        am Freitag, den 16. April, ab 18 Uhr
        im Café Netzwerk, Luisenstr. 11, 80333 München


Alle Interessenten werden dringend gebeten, sich bei floeff@openoffice.org bis spätestens 1. April zu melden, denn nur so können wir sicherstellen, dass genug Platz und Essen vorhanden sind, und auch die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen rechtzeitig abklären. Ein Wiki und eine Mailingliste werden demnächst folgen.

Die Idee ist, im Rahmen der Veranstaltung gemeinschaftlich ein leckeres Essen in gemütlicher Runde zuzubereiten -- und das nachher natürlich auch zu essen. :-) Getreu dem Motto der freien Software werden dabei alle Schritte dokumentiert und mitsamt den Rezepten in einem öffentlichen Wiki unter einer freien Lizenz zur Verfügung gestellt. Ergänzt werden sollen die Inhalte im Wiki um Informationen rund ums Essen sowie ein paar grundlegenden Informationen zum Kochen.

Jeder ist willkommen, gleich ob Koch oder koch-unerfahren, ob Open-Source-Experte oder Nutzer -- wir freuen uns auf einen spannenden, spaßigen und gemütlichen Abend mit euch!

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