Open Source im professionellen Einsatz

Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!

Auslöser meiner zwiespältigen Gefühle ist der Computerversender Dell. Freuen tut mich der Bericht vom Marcel Hilzinger, der über die brandneuen neuen Netbooks mit Ubuntu berichtet, lieferbar in vielen bunten Farben, und bezahlbar obendrein. Ja, und ich freu mich auch besonders, dass die Rechner bunt sind. Ich hab noch nie verstanden, warum Computer immer häßliche graue Kisten sein müssen, selbst wenn sie im Büro stehen gibt's dafür doch keinen triftigen Grund.

Und dann gibt's da den Blogeintrag meiner Kollegin Rikki Kite. Dadurch wurde ich darauf aufmerksam, dass der gleiche Computerversender, der in Deutschland seinen Webshop überarbeitet, selbiges ähnlich radikal in den USA macht. Allerdings ist hier der Grund nicht das Betriebssystem, sondern das andere Geschlecht: Meins! Über die Webseite "Della" will der Hardwareshop speziell die Frauen ansprechen. Hier wird geschildert, dass Computer nicht nur hübsch aussehen können (ja, wollen das denn wirklich bloß Frauen?), nein, sie sollen auch noch nützlich sein! Wer hätte das gedacht. Zum Beispiel zum Kochen (Rezepte und Zutaten finden und speichern), zum Lesen (als eBook), in Form bleiben (Kalorien zählen) oder entspannen (Musik hören und Yoga gucken). Au weia. Und das in dem Land, in dem noch nicht mal ein Foto oder eine Altersangabe zum Lebenslauf gehört, weil das diskriminierend sein könnte.

Männer, gebt's doch zu: Euch gefallen die bunten Computer mit schönem Design auch besser als die häßlichen grauen Kisten. Wollt Ihr auch so 'nen hübschen Webshop mit Weichzeichner-Fotos von George Clooney auf einer Blumenwiese? Höchste Zeit, dass Ihr Gleichberechtigung einfordert!

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Ausgabe 08/2016

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